Strategien entwickeln, um den Schienenbonus zu verhindern

Bei der Vorstandssitzung des Dachverbandes der Initiative „Das bessere Bahnkonzept“ in der Gaststätte Jüngling in Zapfendorf begrüßte der Vorsitzende Stefan Kabitz den Hausherrn im Markt Zapfendorf, Ersten Bürgermeister Matthias  Schneiderbanger, besonders herzlich. Diskutiert wurde vor allem über den Erörterungstermin in Lichtenfels und über den so genannten Schienenbonus.

Nunmehr werde in Zapfendorf ein neues Kapitel für die Zusammenarbeit aufgeschlagen. Bürgermeister Schneiderbanger dankte der Vorstandschaft für ihr 23-jähriges Engagement für die von der ICE-Trasse betroffene Bevölkerung entlang der Neubau-und Ausbaustrecke von Erfurt bis Nürnberg.

Der Erörterungstermin in Lichtenfels in der Stadthalle Anfang Juni 2014 über die Einwendungen im Rahmen des Planfeststellungsverfahrens, abgehalten von der Regierung von Oberfranken als Anhörungsbehörde, sei für ihn als neu gewählten Bürgermeister sehr informativ gewesen, da dort alle relevanten Betroffenheiten erörtert wurden, etwa Lärm, Immissionen, Schall, Baustraßen, Schallschutzmaßnahmen – um nur einige zu benennen. Dabei müssen wir davon ausgehen, dass der Planfeststellungsbeschluss in der zweiten Jahreshälfte 2014 durch das Eisenbahnbundesamt, Außenstelle Nürnberg, erlassen wird.

Kabitz wies darauf hin, dass die DB-AG im Zeitplan liegt, was die Bauarbeiten in Unterleiterbach besonders zeigen. Er dankt den beiden Rechtsanwälten Hans Bramann, Bad Staffelstein und Eike Schönefelder, München, für ihren Einsatz in der Stadthalle in Lichtenfels. Dabei hat Rechtsanwalt Hans Bramann, der unter anderen die Gemeinde Breitengüßbach vertritt, ein Ziel schon erreicht: Der Bahnverantwortliche Dieter Thormann, Erfurt, gab zu Protokoll, dass die Beweissicherungsverfahren in der zweiten Hälfte Juli 2014 anlaufen werden. Die Bahn AG wird auf ihre Kosten diese Gutachten erstellen lassen,  soweit konkrete Betroffenheiten vorliegen. Sollte diese Zusage nicht eintreffen, wird Bramann entsprechend nachfassen.

Otmar Zenk und Karin Degen, Breitengüßbach, werden gemeinsam mit den Kommunen eine Strategie entwickeln, um die Lärmsituation zu entspannen und den Schienenbonus von fünf Dezibel zu verhindern. Klar wurde in der Vorstandssitzung festgehalten: Verhandlungen der einzelnen betroffenen Bürgerinnen und Bürger mit der Deutschen Bahn AG sollten nur unter Einschaltung eines Rechtsanwaltes stattfinden. Harry Göckel, Herreth, brachte die Möglichkeit eines Volksbegehrens ins Gespräch, in dem über die Planungen der Verkehrswege abgestimmt werden könnte.  Eine interessante Variante zu den bisherigen Verfahren.

Stefan Kabitz. Titelfoto: Johannes Michel

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