Breitengüßbach gewinnt das Derby

Veröffentlicht am 27. Januar 2020 von Redaktion
Logopädie Scheßlitz


Eine knappe 80:72-Niederlage mussten die stark ersatzgeschwächten Baunach Young Pikes in der BARMER 2. Basketball Bundesliga beim FC Bayern Basketball II vor 100 Zuschauern hinnehmen. Dennoch ist für die Baunacher weiterhin das Erreichen der Play-Offs möglich, da sie zumindest den direkten Vergleich für sich entscheiden konnten. Der TSV Tröster Breitengüßbach behauptet dank eines 81:77-Erfolges in einem emotionalen und intensiven Derby bei den Regnitztal Baskets den zweiten Tabellenplatz in der Regionalliga Südost.

Knappe Niederlage nach toller Energieleistung

Die Baunacher, bei denen neben den schon länger verletzten Leon Bulic, Felix Edwardsson und Brandon Tischler auch Mateo Seric (Einsatz bei Brose Bamberg) fehlte, mussten vor dem Spiel zudem noch die Hiobsbotschaft verkraften, dass Elias Baggette nicht spielen konnte, da er am Freitagabend beim NBBL-Spiel umgeknickt war. Die Anfangsphase war auf beiden Seiten von zahlreichen Fehlern und wenigen Punkten geprägt, sodass es nach vier Minuten erst 6:6 stand. Danach fanden zuerst die Gastgeber besser ins Spiel und konnten auf 12:6 davonziehen, doch Daniel Keppeler, der neun der ersten zehn Baunacher Punkte erzielt hatte, konnte sein Team im Spiel (12:10) halten. Allerdings musste er zu diesem Zeitpunkt mit seinem dritten Foul ausgewechselt werden, sodass die die Bayern, die allein im ersten Abschnitt 14-mal an der Freiwurflinie (bei 12 Treffern) standen, nach dem ersten Viertel mit 20:12 in Führung lagen. Erfreulich war, dass Neuzugang Johannes Mavridis, der aus Stahnsdorf nach Bamberg gewechselt war, bei seinem ersten Einsatz für Baunach gleich gepunktet hatte.

Im zweiten Abschnitt fanden die Gäste dann etwas besser ihren Rhythmus und konnten bis zur 15. Minute auf 28:24 verkürzen. Da sie aber weiterhin nur schlecht trafen und bis zur 20. Minute eine Wurfquote von 29 Prozent aus dem Feld zu verzeichnen hatten, gelang es den Münchnern zur Pause wieder auf 37:29 davon zu ziehen.

Nach dem Wechsel konnten die Young Pikes durch den vierten Dreier von Moritz Plescher kurzzeitig auf 39:35 verkürzen, doch dann zogen die Bayern wieder das Tempo an und gingen bis zur 24. Minute erstmals zweistellig (46:35) in Führung. Zwar versuchten die Baunacher sich mit allen Mitteln zu wehren, da sie aber weiterhin über keine gute Wurfquote verfügten, mussten sie mit einem 46:61-Rückstand in das letzte Viertel gehen.

Bereits in der 32. Minute nahm Coach Mario Dugandzic beim Stand von 68:52 seine letzte Auszeit und nun stemmten sich die Oberfranken noch einmal mit aller Macht gegen die drohende Niederlage und starteten eine nicht für möglich gehaltene Aufholjagd. Punkt für Punkt kamen sie näher heran und nach einem Dreier von Nicholas Tischler und zahlreichen offensiven Rebounds (6 bei insgesamt 10 Rebounds) von Jekabs Beck war es Kapitän Marvin Heckel, der in der 38. Minute mit einem weiteren Dreier zum 70:70 wieder ausgleichen konnte. Doch nun waren die Baunacher in dieser fast zwei Stunden dauernden Partie mit ihren Kräften endgültig am Ende und konnten die 80:72-Niederlage nicht mehr verhindern, jedoch zumindest den direkten Vergleich (plus 13 aus dem Hinspiel) für sich entscheiden.

Coach Dugandzic analysierte nach dem Spiel: „Wir hatten die meiste Zeit keinen Zugriff auf das Spiel. Gerade im Spielaufbau war der Ausfall von Elias schmerzhaft. Aber wir haben erneut alles probiert, improvisiert und tatsächlich kurz vor Schluss nochmals ausgeglichen, nachdem es bereits 17 Punkte Rückstand im letzten Viertel waren. Leider hatten wir in der Schlussminute dann kein Glück. Trotzdem ein riesen Lob an meine Jungs, die aktuell noch gesund sind und die Stellung halten. Sie haben aufopferungsvoll gekämpft und uns am Ende in eine Situation gebracht, eine Siegchance zu haben. Mehr können wir von ihnen in solch einer Phase der Saison nicht verlangen. Die Köpfe werden wir sicherlich nicht hängen lassen.“ Dazu gibt es auch keinen Grund, schließlich können die Baunacher das nächste freie Wochenende hoffentlich nutzen, um einige Verletzungen auszukurieren, da das Spiel gegen die OrangeAcademy aus Ulm auf den 22. Februar verlegt wurde.

Bayern München: Knauf (14 Punkte), Frankl-Maus (12/3 Dreier), Düh (10), Schmitz (9/1), Grant (8/2), Dizdarevic (8/1), Rudan (8), George (6), Ersek (5/1), Alibegovic, Noeres.

Baunach Young Pikes: Plescher (18/6), Heckel (17/4), Keppeler (13/1), N. Tischler (11/1), Beck (7), Überall (3), Mavridis (2), Saffer (1), Bergmann.

BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB

Bayern München II – Baunach Young Pikes  80:72

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1. FC Baunach

Breitengüßbach gewinnt Derby in Strullendorf

Vor dem Spiel wurde es im Basketball Center Hauptsmoor emotional, als TSV-Vorstand Stefan Neubauer eine kurze Rede anlässlich des Todes des TSV-Fußballers Eugen Ott hielt und es anschließend eine Schweigeminute gab.

Headcoach Johannes Laub schickte zu Beginn der Partie Engel, Hubatschek, Jörg Dippold, Land und Wagner aufs Parkett. Die Güßbacher erwischten einen guten Start und konnten sich durch ein Drei-Punkte-Spiel und einen Dreier von Engel sowie durch zwei Hubatschek-Freiwürfe schnell auf 8:3 absetzen, Diese wurde kurze Zeit später durch sechs Zähler von Land und einen Dreier von Jörg Dippold auf 17:5 ausgebaut. In dieser Phase stand die TSV-Defensive sehr gut, sodass die Gastgeber zu schwierigen Würfen gezwungen wurden. Danach kam Regnitztal etwas besser in die Partie und war mit Brevet, Plescher und Nico Tischler erfolgreich. Die Gelbschwarzen hatten allerdings gegen Ende der ersten zehn Spielminuten durch Dirk Dippold und Engel immer die richtige Antwort parat, weswegen man völlig verdient mit 27:15 in Führung lag.

Der Start in den zweiten Spielabschnitt gehörte den Hausherren, die durch Tischler und Mavridis zu einfachen Punkten kamen, weshalb das Trainerduo Laub/Brütting eine Auszeit nehmen musste. Viele Fehler im Spiel des TSV luden den Brose Nachwuchs immer wieder zu Fastbreaks ein, die sie erfolgreich abschließen konnten. Dadurch schmolz die Führung deutlich. Allerdings hielten in der Folgezeit die erfahrenen Güßbacher Land sowie Jörg Dippold dagegen und versenkten ihre Nahdistanzwürfe hochprozentig. Somit ging der TSV Tröster Breitengüßbach mit einer verdienten 48:40-Führung in die Halbzeitpause.

Zu Beginn des dritten Viertels stelle Regnitztal seine Verteidigung um, sodass Breitengüßbach der Weg zum Korb versperrt war und man nur noch schwierige Würfe aus der Distanz gestattet bekam. Diese verfehlten allerdings oftmals ihr Ziel, wodurch die Hausherren Punkt für Punkt näherkamen. Beide Abwehrreihen erhöhten im Vergleich zur 1. Halbzeit nochmal die Intensität, wodurch das Spiel sehr physisch und umkämpft wurde. Der Brose Nachwuchs schaffte es sogar kurzzeitig in Führung zu gehen, ehe Klaus und Jörg Dippold den TSV Tröster in Front brachten. Diesen knappen Vorsprung nahm man auch mit in den Schlussabschnitt, 62:60.

Dort lief es für die TSV-Offensive wieder deutlich besser als noch in den dritten zehn Spielminuten. Klaus, Land und Jörg Dippold erzielten wichtige Zähler für die Gäste, die allerdings von Plescher und Nico Tischler gekontert wurden. Vorentscheidend war, dass die Abwehr der Gelbschwarzen gegen Mitte des Viertels fast keine Punkte mehr aus dem Spiel zuließ und die Gastgeber nur noch von der Freiwurflinie erfolgreich waren. Dies nutze man aus und erarbeite sich zweieinhalb Minuten vor dem Ende einen Vorsprung von neun Punkten. In einer hektischen Schlussphase kamen die Strullendorfer nochmal heran, aber der TSV Tröster Breitengüßbach hielt dagegen und gewann schlussendlich verdient mit 81:77. Damit revanchierten sich die Männer von Headcoach Johannes Laub für die knappe Niederlage im Hinspiel Anfang Oktober und gewannen sogar den direkten Vergleich mit einem Punkt.

Den Sieg und die erfolgreiche Verteidigung des zweiten Tabellenplatzes feierte die Mannschaft mit Verantwortlichen und Fans anschließend auf dem Parkplatz der Hauptsmoorhalle mit Bratwurst, Bier und alkoholfreien Getränken.

Breitengüßbach: J. Dippold (24/2 Dreier), Land (23), Engel (10/1), Klaus (9), D. Dippold (6/2), Hubatschek (4), Wagner (3), Fuchs (2), Lurz, Nieslon, Reichmann, Schröder

Jochen Hirmke, Florian Dörr

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