TSV Tröster Breitengüßbach siegt im Derby

Veröffentlicht am 1. April 2019 von Redaktion

Mit einer 69:66-Niederlage beim Tabellendritten Nürnberg Falcons verabschiedeten sich die Baunach Young Pikes nach fünf Jahren aus der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA. In einer spannenden Begegnung behielten die Gastgeber vor 1326 Zuschauern knapp die Oberhand und erwarten nun in den Playoffs die Mannschaft aus Trier, während die Baunacher hoch erhobenen Hauptes den Weg in die ProB antreten können. Der TSV Tröster Breitengüßbach gewann das Nachbarschaftsderby gegen den TTL Basketball Bamberg vor 300 Zuschauern in der Hans-Jung-Halle mit 75:58 und bleibt damit Tabellendritter.

 

Nürnberg gewinnt das Frankenderby knapp gegen Baunach

Mit einer 9:2-Führung starteten die Gastgeber furios in die Partie und schienen die jungen Hechte in den ersten zweieinhalb Minuten völlig zu überfahren. Doch dann hatten die Jungs von Mario Dugandzic schnell auf das Spiel eingestellt und in der 6. Minute hatte Nicholas Tischler mit dem 9:10 den Spieß herumgedreht. Mit einem knappen 15:14 ging es in die erste Viertelpause.

Der überragende Adam Pechacek sorgte in der zwölften Minute mit einem Dreipunktespiel für die 17:15-Führung und jetzt hätten die Gäste die Möglichkeit gehabt, den Vorsprung zu erhöhen, doch leider vergab man in dieser Phase leichte Würfe oder konnte die Rebounds nicht für sich verbuchen (14:23 zur Pause). Zwar konnte der starke Elias Begette den Vorsprung mit dem ersten Dreier der gesamten Partie auf 27:23 ausbauen, doch bis zum Pausentee hatten die Falcons wieder mit 28:27 die Nase vorne.

Der dritte Abschnitt erinnerte stark an den Spielbeginn, denn die nun wesentlich aggressiveren Mittelfranken zogen nach 90 Sekunden auf 34:29 davon. Doch auch diesmal konnten die Pikes dagegen halten und nach einem Dreier von Kristian Kullamäe auf 44:45 (28.) verkürzen, bevor es beim Stand von 48:45 in das letzte Viertel ging.

Hier pendelte sich der Vorsprung der Hausherren lange Zeit bei fünf Punkten ein, bevor die jungen Oberfranken nach einem unsportlichen Foul wieder auf 55:54 (36.) herankommen konnten. Unterstützt von den zahlreich mitgereisten Fans glich Pechacek wenig später mit einem Dreier sogar zum 57:57 aus, doch mit einem 6:0 Lauf zog der Playoff-Teilnehmer dem Absteiger endgültig den Zahn. Baunach, das ohne den erkrankten Henri Drell auskommen musste,  versuchte in den letzten Minuten noch einmal verzweifelt aufzuholen, aber letztendlich konnten die Falken mit einem 69:66-Erfolg den zehnten Sieg in Folge unter Dach und Fach bringen.

Dennoch war Coach Dugandzic zufrieden: „Wir haben heute für unsere Verhältnisse schon ein gutes Spiel gemacht, teilweise sogar sehr gut. Wir haben gegen ein Team, das mit der Euphorie von neun Siegen gekommen ist, die Offensive kontrollieren wollen, was uns gut gelungen ist, schließlich haben wir den Gegner unter 70 Punkten gehalten. Nach dem schlechten Start hat das Team die ein, zwei Veränderungen, die wir vornahmen, schnell umgesetzt und dann spielten wir frech mit einem Elias Baggette, der uns heute eine Dimension gab, die wir vorher so noch nicht hatten. Er hat Löcher in die Verteigung der Nürnberger gerissen und sie vor Probleme gestellt. Auch Brandon Tischler fand ich heute sehr positiv, gerade zu Beginn der zweiten Halbzeit hat er uns durch eine schwierige Phase getragen. Wir haben als Team gespielt, wieder nur zehn Turnover gehabt und wir haben wieder eine Idee, was wir spielen wollen und das macht den Spielern Spaß. Schade, dass die Saison jetzt zu Ende ist und wir nicht mehr Zeit haben.“

BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA

Nürnberg Falcons BC – Baunach Young Pikes    69:64

Nürnberg Falcons: Kent 17, Oehle 16, Wainright 11, Sanders 9, Parker 8, Haßfurter 4, Schröder 2, Omuvwie 2, Pongo, Meredith.

Baunach Young Pikes: Pechacek 22, Baggette 12, Kullamäe 10, Heckel 7, B. Tischler 6, Keppeler 5, N. Tischler 4, Seric, Plescher, Edwardsson.

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Karin Eminger

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Nachrichten am Ort

 

Derbysieger!!!

Nachdem beim Gastspiel bei Science City Jena vor einer Woche noch Topscorrer Erik Land und Headcoach Johannes Laub krankheitsbedingt fehlten, waren die beiden rechtzeitig zum Spiel gegen Bamberg wieder fit und standen dem TSV Tröster zur Verfügung. So stand zu Beginn des Spiels die gewohnte Starting 5 bestehend aus Engel, Lorber, Jörg Dippold, Klaus und Land auf dem Parkett in der sehr gut gefüllten Hans-Jung-Halle. Den besseren Start in die Partie erwischten allerdings die Gäste, die angeführt vom starken Christoph Dippold schnell mit 0:7 in Führung lagen. Im Anschluss stand die Abwehr der Tröster-Truppe deutlich besser und ließ über drei Minuten keinen einzigen Punkt der Domstädter zu. Erst nach über dreieinhalb Spielminuten gelangen den Hausherren durch Lorber die ersten Zähler in der Partie. In der Folgezeit fand man häufig Land am Brett, der sich durchsetzen und auf 8:9 verkürzen konnte (7. Min). Timo Dippold konterte einen Korbleger seines Bruders und glich die Partie kurze Zeit später beim Stand von 11:11 aus. Hubatschek besorgte wenige Augenblicke vor dem Viertelende die erste Führung der Gastgeber, die durch Timo Dippold mit der Schlusssirene des ersten Viertels auf 17:13 ausgebaut wurde.

Zu Beginn des zweiten Spielabschnittes netzte Reichmann einen weiten Dreier im Korb seiner ehemaligen Mannschaft ein. Mit Freiwurfpunkten von Engel und Timo Dippold wurden der Dreier von Schmitt und der Korbleger von Ferguson gekontert, 24:18.  Anschließend liefen die Güßbacher von der Dreierlinie heiß. Schöner Team-Basketball und der Extrapass zum freien Mitspieler sorgten dafür, dass Lorber, Klaus und nochmals Lorber drei Dreier binnen 80 Sekunden trafen und die Gelbschwarzen mit 33:18 in Führung lagen. Nach der Auszeit von TTL-Coach Wolfschmitt war der Lauf der Hausherren beendet und Bamberg kam wieder zu einfacheren Punkten. Vor allem Christoph Dippold, der bis zur Halbzeit 15 Zähler erzielte, war von der Verteidigung nicht zu stoppen und zog ein ums andere Mal erfolgreich zum Korb oder versenkte seine Freiwürfe sicher. Timo Dippold konterte erneut die Punkte seines Bruders mit einem erfolgreichen Dreier aus der Ecke. Doch die letzten Minuten der ersten Halbzeit gehörten den Gästen, die durch Eisenhardt und Lachmann bis zur Pausensirene auf 39:32 verkürzen konnten.

Der wichtigste Mann im Spiel der Hausherren zum Start in das dritte Viertel war Sven Lorber. Der TSV-Guard war defensiv sehr stark und traf in der Offensive einen schwierigen Dreier und einen Korbleger, sodass sich sein Team erneut leicht absetzen konnte. Allerdings gaben Ferguson und Schmitt die passende Antwort, wodurch die Bamberger in Schlagdistanz blieben, 49:40. Während bei der Tröster-Truppe in der Offensive nichts mehr zusammenlief, kamen die Lokalrivalen Zähler für Zähler heran und lagen nur noch mit 49:45 zurück (27. Minute). Zwei Minuten später hatte sich am Abstand nichts weiter geändert, 53:49. Doch in den letzten 60 Sekunden des Viertels zog Breitengüßbach nochmals in der Defense an, forcierte drei Ballverluste des TTL in Serie und nutzte die Chancen in der Offensive eiskalt aus. Einem Dunk von Land folgten vier Punkte von Hubatschek und ein Dreier von Lorber, wodurch der TSV Tröster Breitengüßbach nach 30 Spielminuten mit 62:49 in Führung lag.

Der Schlussabschnitt war dann geprägt von der Verteidigung beider Teams. Breitengüßbach braucht fast drei Minuten bis sie den ersten Korb erzielen konnte, sodass Bamberg nochmals auf 62:54 herankam, (33. Min). Allerdings setzten sie dann zum spielentscheidenden Run an. Wagner per Dreier, zwei Korbleger von Lorber und ein Mitteldistanzwurf von Jörg Dippold entschieden die Partie beim Stand von 71:54 vier Minuten vor dem Ende. Bamberg versuchte zwar nochmals alles, kam aber nicht mehr näher heran, sodass die Gastgeber schlussendlich verdient mit 75:58 gewannen. Durch den Derbysieg bleibt die Truppe von Headcoach Johannes Laub Dritter in der Tabelle, punktgleich mit Treuchtlingen.

Breitengüßbach: Lorber (21/4 Dreier), Land (13), T. Dippold (10/2), Hubatschek (6), Nieslon (6), Wagner (5/1), Engel (4), Klaus (4/1), J. Dippold (3), Reichmann (3/1), Will 

 

Rattelsdorf beendet Saison auf Tabellenplatz 4

Im letzten Saisonspiel reiste man nach Neudrossenfeld, wo der BBC Eckersdorf seine Heimspiele austrägt. In der Partie ging es für beide Mannschaften um nichts mehr – Rattelsdorf hatte mit dem Aufstieg nichts mehr zu tun, ebenso Eckersdorf mit dem Abstieg. Coach Manuel Aas standen nur sieben Spieler zur Verfügung, da die jungen Spieler im Bezirkspokal Final 4 bei der zweiten Mannschaft aushalfen. Dort gewann die zweite Mannschaft das Halbfinale gegen Staffelstein, unterlag dann aber leider dem BBC Coburg im Finale.

Die Partie in Neudrossenfeld startete recht intensiv und die Gastgeber hatten sich fest vorgenommen, noch einen letzten Heimsieg einzufahren. Sie starteten besser in die Partie und verwandelten ihre Würfe zielsicher. Diese Treffersicherheit fehlte bei Rattelsdorf anfangs. Dennoch verlor man nicht den Abstand: 17:14 nach zehn Minuten. Im zweiten Spielabschnitt setzte sich der BBC nun leicht ab und in der Rattelsdorfer Offensive wollte sich das gewohnt gute Zusammenspiel nicht einstellen: 38:34 zur Halbzeit.

Nach dem Seitenwechsel nahm Coach Manuel Aas eine Umstellung in der Verteidigung vor, womit der Gegner sichtbar zu kämpfen hatte. Dieses Momentum wandelte man im Angriff in Zähler um und eroberte die Führung. Doch diese war nur von kurzer Dauer. Eckersdorf fand zurück ins Spiel und führte zum Viertelende wieder mit 55:53. Im letzten Viertel mussten sich die 7 Rattelsdorfer noch einmal aufbäumen – und das taten sie auch. In der Verteidigung schaltete man nun noch einmal einen Gang hoch und im Angriff stellte sich das Wurfglück nun auch endlich ein. 32 Punkte im vierten Viertel waren einfach zu viel für Eckersdorf und man ließ ihnen keine Chance mehr ins Spiel zurückzukommen. Endstand: 73:85.

Im letzten Viertel zeigte sich erneut, was die Mannschaft die ganze Saison ausgemacht hat: das offensive Spielverständnis, die Abgeklärtheit in wichtigen Phasen und der Zusammenhalt der Jungs. Dadurch konnte man auf dem vierten Tabellenplatz, punktgleich mit Kulmbach auf dem dritten Platz, in der ersten Bayernliga-Saison nach dem Aufstieg landen und eine tolle Saison spielen, mit der man wirklich zufrieden sein darf. Die TG Veitshöchheim steigt in die 2. Regionalliga auf und der TTL Bamberg 2 in die Bezirksoberliga ab.

Scoring: Albus (25 Punkte/1 3er), Krauß (22/5), Reinfelder (11/3), Reh (9), Ruckdäschel (7/1), Sasse (6/2), Seemüller (5)

Jochen Hirmke, Florian Dörr, Lukas Sasse

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