Knappe Niederlagen sind wirklich ärgerlich…

Veröffentlicht am 28. Oktober 2013 von Redaktion

Niederlagen gehören im Sport dazu. Ärgerlich ist aber, wenn sie immer recht knapp ausfallen. Das mussten die Baunacher Basketballer nun schon mehrfach hintereinander erfahren. Nach Angaben der Trainer fehlt der jungen Mannschaft einfach noch die Konstanz. Auch der TSV Tröster Breitengüßbach konnte sein Spiel am Wochenende nicht gewinnen, ebenso die Rattelsdorfer Independents.

Dreierserie verhagelt Baunacher Erfolgserlebnis

Nach einer weiteren unglücklichen Niederlage in Speyer (91:81) rutschen die Baunacher in die unteren Tabellenregionen und müssen sich nun bei den weiteren Auswärtsspielen in Lich und Hanau unbedingt steigern, will man nicht gleich zu Beginn der Saison den Anschluss an die Play-Off-Plätze verlieren.

Teammanager Jörg Mausolf analysierte: „Alle drei bisherigen Niederlagen wären leicht zu vermeiden gewesen, aber es fehlt unseren jungen Spielern einfach noch an der nötigen Konstanz und Konsequenz, um ein Spiel 40 Minuten auf hohem Niveau zu halten.“ Auch gegen Speyer entschieden Kleinigkeiten über Sieg und Niederlage. Vom Trainerpaar Schabacker/Fuchs gut eingestellt, startete man in die Begegnung und konnte das erste Viertel durch einen 8:0-Lauf am Ende mit 23:16 für sich entscheiden. Vor allem die starken Johannes Thiemann (11 Rebounds) und Antonio Stabler (9 Rebounds) konnten für Baunach bis dahin punkten. Im zweiten Viertel hatte man dann zunehmend Probleme, die Pfälzer zu stoppen. Der athletische Luyeye angelte sich einige Offensivrebounds und Speyer kam öfters zu zweiten Wurfchancen. Auch aus der Distanz zeigten sich die Gastgeber sehr treffsicher, vor allem der ProA-erfahrene Komarek hatte hier einen Sahnetag erwischt. So gingen die BIS Baskets bis zur 16. Spielminute mit 35:30 in Führung. Bis zur Halbzeitpause konnten die Baunacher diesen Rückstand aber wieder bis auf 43:42 verkürzen.

In der Halbzeitansprache versuchte Coach Ulf Schabacker sein Team nochmals wachzurütteln, um mit der nötigen Aggressivität in der Verteidigung das Spiel zu übernehmen, was den Gästen auch sofort gelang. Bis auf 61:50 konnte man sich absetzten. Dann kam aber unerklärlicherweise ein Bruch ins Baunacher Spiel. Die Intensität ließ merklich nach und als die Speyerer Punkt um Punkt aufholten, machte sich auch wieder Verunsicherung im jungen Team breit. So ging Speyer in der 29. Minute mit 63:61 in Führung. Antonio Stabler konnte diese nach einem Offensivrebound aber mit der Schlusssekunde erneut für sein Team zurückholen. 66:65 für Baunach hieß es somit vor den letzten zehn Minuten.

In diesen brannten die Bis Baskets dann ein Feuerwerk von der Dreierlinie ab. Sie starteten gleich mit zwei erfolgreichen Dreiern ihres US-Amerikanes Billy McShepard und als Kaufhold einen weiteren Dreier nachlegte, war der Rückstand für die Baunacher schnell auf 78:69 angewachsen. Thiemann und Stabler brachten die Baunacher zwar wieder auf 78:73 heran, doch weitere Dreier von Komarek und Kaufhold sorgten für die Vorentscheidung und beim 86:73 drei Minuten vor dem Ende war die Begegnung entschieden. Spielentscheidend war letztendlich die hohe Treffsicherheit der Gastgeber von der Dreierlinie an diesem Tage, die insgesamt 13 Dreipunktwürfe bei einer hohen Trefferquote (43,3 Prozent) versenken konnten.

Bike-Cafe Messingschlager Baunach: Stabler 18, Walde 17, Thiemann 16, Engel 12, J. Dippold 11, D. Dippold 3, Daubner 2, Kratzer 2, Dizdarevic, Zinn;

BIS Baskets Speyer: Mc Shepard 25, Komarek 22, Luyeye 15, Heck 11, Kaufhold 8, Stoll 5, Kuhn 4, Tarver 1, Okundaye.

2. Bundesliga ProB

BIS Baskets Speyer – Bike-Cafe Messingschlager Baunach   91:81

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Auswärts will bislang nichts glücken

Auch im dritten Auswärtsspiel der Saison gab es für den TSV Tröster Breitengüßbach keine Punkte. Bei den Longhorns in Herzogenaurach, dem direkten Tabellennachbarn bis dato, unterlagen die Schützlinge von Mirko Petrick mit 81:73.

Dabei sahen die Zuschauer in der Herzogenauracher Dreifachturnhalle ein ausgeglichenes erstes Viertel, bei dem sich keine Mannschaft einen Vorteil erspielen konnte (20:20). Coach Petrick zeigte sich im Anschluss an die Begegnung auch nicht unzufrieden damit, wie sein Game-Plan von seinen Spielern umgesetzt wurde. Es haperte jedoch einfach im Abschluss. So konnten sich die Gastgeber bis zur Halbzeit einen knappen 41:34-Vorsprung erspielen.

Die zweite Hälfte stellte das Güßbacher Trainergespann dann deutlich zufriedener, doch es reichte letztlich nicht zu einer Wende. Die Trefferquote von außen blieb nach wie vor mäßig und unter den Körben fehlte den Oberfranken in diesem Derby etwas an Substanz, nachdem Chris Wolf verletzt ausfiel und Leon Kratzer bei den Baunachern auflaufen musste. Lucas Wagner zeigte zwar eine engagierte Leistung gegen den US-Amerikaner auf Seiten der Mittelfranken, William Rogers, im letzten Spielabschnitt konnte man diesen aber nicht mehr kontrollieren. So machten die Gastgeber aus einem 3-Punkte-Vorsprung nach dreißig Minuten noch einen 8-Zähler-Vorsprung zum 81:73-Erfolg.

Für das Trainergespann ist die Situation derzeit nicht ganz so einfach: „Unsere Trainingssituation ist im Moment etwas schwieriger“ so Petrick, da auch dem Pro-B-Team einige Spieler fehlen und Spieler wie Obst und Kratzer daher abgestellt werden. Dies merkt man auch an der derzeit fehlenden Bindung zum Team. Ein Lob erhielt Jugend-.Nationalspieler Daniel Keppeler für seine Leistung bei den „Longhorns“, die nach diesem Sieg in der Tabelle an den Güßbachern vorbei gezogen sind.

Regionalliga Südost Herren

Longhorns Herzogenaurach – TSV Tröster Breitengüßbach: 81:73

TSV Tröster Breitengüßbach: Wagner (18), Obst (16), Derman (12), Dippold (10), Völkl (6), Leonhardt (5), Keppeler (4), Taras (2), Jefferson, Kunz, Sperke.

Longhorns Herzogenaurach: Rogers (25), Kaiser (17), Imberi (15), Knight (9), Aumeier (6), Awarke (5), Simonb (3), Dlugosch (1), Patton, Person, Schüpferling.

 

Unerfahrenheit will man immer gerne als Begründung für eine Niederlage her nehmen, …

… aber im gestrigen Spiel gegen die SC Heuchelhof konnte man die Niederlage über das ganze Spiel gesehen an diesem Hauptpunkt fest machen. Zu viele Ballverluste und schlechte Entscheidungen führen in den letzten 120 Sekunden zu einem 6-zu-0-Lauf der Gastgeber aus Würzburg und damit zum Sieg gegen die stets kämpfenden Independents. Von Beginn an wollten die Jungs von Coach Wolfschmitt die Niederlage vom letzten Spieltag wett machen und mit Herz und Einstellung das Spiel zu Gunsten ihrer eigenen Farben entscheiden.

Es entwickelte sich ein offener Schlagabtausch über 38 Minuten, in dem sich kein Team vorentscheidend absetzen konnte. Immer wieder gelangen den Gastgebern vom Heuchelhof kleine „Runs“, welche die Itzgrunder prompt beantwortetet. Der Halbzeitstand von 28 zu 29 oder ein 49 zu 48 vor Beginn der letzten zehn Minuten zeigten die Differenz zwischen beiden Teams. Also mussten die letzten Minuten das Spiel entscheiden, in denen der  Gastgeber nochmals die Verteidigung intensivierte und den Spielaufbau der Independents enorm unter Druck setzte. Nach einem Offensivfoul von Silvio Reinfelder und zwei Ballverlusten im Spielaufbau verwandelte Chris Götz die ihm zugesprochenen Freiwürfe kaltschnäuzig. So das es leider mit einer 74-zu-67-Niederlage wieder nach Hause ging. Die Independents können in dieser Liga mithalten, müssen nur in den entscheidenden Phasen an sich glauben und die hohe Fehlerquote abstellen.

Punkteverteilung Rattelsdorf:
Reinfelder, S. (22); Bondar, A. (13/3); Slabu S. (12); Thiem, M. (8); Seemüller, A. (5); Wudi, Y. (4); Schreiner, A. (2); Stretz, T. (1); Endres, C.; Keck, J.; Vogel, M.

Joachim Hirmke, Astrid Madinger, Andy Sippach


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