Ein neues Mitglied im Kemmerner Gemeinderat

Im Titelbild: Bürgermeister Rüdiger Gerst vereidigt die neue Gemeinderätin Dr. Anne Schmitt. Foto: Thomas Ochs

Im Kemmerner Gemeinderat wurde in den vergangenen Sitzung ein neues Gemeinderatsmitglied begrüßt. Außerdem gab es interessante Berichte von der Jugendbeauftragten und aus der Gemeindebücherei. Und „Tempo 30“ war ebenso Thema.

Nachdem Dr. Oliver Dorsch in der Dezembersitzung angekündigt hatte, sein Mandat aus beruflichen Gründen niederzulegen, vereidigte Bürgermeister Rüdiger Gerst in der Januarsitzung nun dessen Nachfolgerin. Dr. Anne Schmitt folgt auf der Wahlliste der Grünen und war bereit, das Ehrenamt zu übernehmen. Dorsch wünschte dem Bürgermeister und dem Gemeinderat eine glückliche Hand bei der Weiterentwicklung der Gemeinde. Er war seit zehn Jahren im Rat tätig.

Dr. Oliver Dorsch (rechts) wurde verabschiedet. Foto: Gemeinde Kemmern

Über die Aktivitäten im Jahr 2023 berichtete die Jugendbeauftragte Christina Ott dem Gremium. Viele Veranstaltungen wurden durchgeführt – vom Weihnachtsgewinnspiel über eine Faschingsparty, offene Jugendtreffs, Garagenflohmarkt bis hin zum großen Sommerferienprogramm mit vielen Angeboten. Von den Teammitgliedern wurden auch Schulung und Treffen für die Jugendbeauftragten des Kreisjugendrings besucht. Für das laufende Jahr erhält das Jugendteam ein Budget von 3.000 Euro – was einstimmig vom Gemeinderat so beschlossen wurde. In 2024 soll es erneut den bewährten Mix aus offenem Treff, Aktionen und dem Ferienprogramm geben.

Einen Jahresbericht trug auch Anja Ortlauf von der Gemeindebücherei vor. 294 Öffnungsstunden kamen zusammen, in der Regel sind hier zwei Personen anwesend. Insgesamt arbeiten im Büchereiteam 27 Ehrenamtliche. Auf über 4.000 Besucherinnen und Besucher entfielen fast 8.000 Entleihungen.

Mehr Tempo 30?

Bürgermeister Rüdiger Gerst berichtete auch von einer Verkehrsschau am 30. November 2023. Aus der Bürgerschaft lagen zudem Anträge auf „Tempo 30“ in der Breitengüßbacher Straße und „Am Großen Weg“ vor.

Die Einrichtung einer Tempo-30-Zone im gesamten Ortsbereich wurde bei der Verkehrsschau kritisch gesehen. Dies könnte die Akzeptanz von Geschwindigkeitsbegrenzungen in neuralgischen Bereichen wie vor der Schule senken. Zudem müsste im gesamten Ort auf Rechts-vor-links umgestellt werden, was kein Beitrag zur Unfallvermeidung sei, da die Gewohnheiten über lange Zeit eingespielt seien. In Kemmern gebe es zudem keinen Durchgangsverkehr, daher sei das Verkehrsaufkommen verhältnismäßig gering. Eine Notwendigkeit, den bisherigen Tempo-30-Bereich in der Breitengüßbacher Straße zu erweitern, wurde ebenfalls nicht gesehen. Auch Am Großen Weg sei kein Tempo 30 nötig, dafür aber sollte das vorübergehende Parkverbot dauerhaft angeordnet werden, damit das Problem der Behinderung des Busverkehrs beseitig wird.

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Thema waren auch noch diverse Parkverbote, um zum Beispiel die Sichtachsen für Verkehrsteilnehmer offen zu lassen. Alle Beschlüsse fielen einstimmig, nur bei der möglichen Einrichtung einer Tempo-30-Zone für den gesamten Ort gab es eine Stimme, die dafür war – acht Rätinnen und Räte votierten dagegen.

In seinem Bericht informierte Bürgermeister Gerst noch darüber, dass beim jüngsten Hochwasser, Meldestufe 3, keine Probleme mit dem Hochwasserschutz aufgetreten seien – es zeigten sich auch Verbesserungen im Bereich der Äcker nördlich des Baunacher Wegs. Die Schulturnhalle steht seit Anfang Januar wieder zur Verfügung.

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