Kirchenrenovierung: Nach 20 Jahren soll wieder einmal gestrichen werden

Veröffentlicht am 20. November 2018 von Annika Göttmann

Am vergangenen Donnerstag fand im Zapfendorfer Rathaus eine Sitzung des Gemeinderates statt. Auf der Tagesordnung standen dieses Mal unter anderem die Abstimmung über einen möglichen Zuschuss für die Renovierung der Abteikirche und der weitere Wegebau zwischen Kirchschletten und Oberoberndorf.

Die Abtei Maria Frieden wendete sich bereits im vergangenen Oktober mit der Bitte um einen Zuschuss für die Kirchenrenovierung und Orgelreinigung an die Gemeinde. In ihrem Antrag schildern die Schwestern den schlechten Zustand der Kirche – so wurde diese vor 20 Jahren das letzte mal gestrichen, mittlerweile sind die Wände verfärbt und der Putz fällt ab. Auch die Gussheizkörper benötigen dringend einen neuen Anstrich. Aber auch an der Orgel muss nach 30 Jahren dringend wieder getan werden, unter anderem eine Reinigung und kleinere Reparaturen. Des Weiteren plant die Abtei die Installation eines automatischen Türöffners, um Rollstuhlfahrern den Zugang zur Kirche zu erleichtern sowie die Schaffung einer Möglichkeit, die Gottesdienste für eine ihrer Schwestern ins Krankenzimmer zu übertragen. Der Kostenvoranschlag für sämtliche Arbeiten ergab eine Summe von rund 92.000 Euro. Der Gemeinderat stimmte dem Antrag der Abtei auf Unterstützung der Maßnahmen einstimmig zu. So werden, wie im Regelfall bei solchen Anträgen, zehn Prozent der Kosten zugeschossen.


In der Abteikirche, hier bei einem Gottesdienst vor einigen Jahren, waren einige Renovierungsarbeiten nötig. (Archivfoto)

Weiter ging es mit dem Abschluss einer Vereinbarung für die Erstellung gemeinschaftlicher und öffentlicher Anlagen des Flurneuordnungsverfahrens Kirchschletten. Zapfendorf muss bei diesem Projekt (Gesamtkosten rund 1,4 Millionen Euro) etwa 165.000 Euro Eigenmittel aufbringen. Für den CSU-Fraktionsvorsitzenden Dr. Christopher Rosenbusch war es „ein großer Erfolg“, dass der Röthenweg bis zum Bahnhof in Ebing geteert wird. Er wies jedoch darauf hin, dass dadurch in Zukunft auch mit einem erhöhten Fahrradverkehr gerechnet werden müsse und deshalb einige Sicherheitsmaßnahmen getroffen werden sollten – beispielsweise indem Schilder aufgestellt werden. Sein Fraktionskollege Thomas Porzner äußerte, dass es zu überlegen sei, an der Böschung der Autobahn provisorisch einen Fußweg anzulegen, um eine mögliche Gefahrenstelle zu sichern. Bürgermeister Volker Dittrich teilte mit: „Die Feinplanung kommt jetzt erst noch und wird sich auch noch etwas hinziehen“.

Weitere Themen der Sitzung

Nachdem der Hauptteil der Sitzung damit abgeschlossen war, gab es noch einige Verkündungen seitens des Bürgermeisters. Unter anderem ist die Sanierung der Schulturnhallen abgeschlossen, diese wurde „fristgerecht durchgeführt“. Dadurch, dass kein neuer Boden eingebaut werden musste, konnte hier einiges an Kosten gespart werden. Und auch das aktuelle Vandalismus-Problem in Zapfendorf kam zur Sprache. So teilte Dr. Rosenbusch mit, dass die CSU-Fraktion eine Belohnung in Höhe von 500 Euro für sachdienliche Hinweise, die zur Überführung des oder der Täter führen, aussetzen möchte. „Es wäre ein gutes Zeichen für die Öffentlichkeit, wenn da jemand dingfest gemacht wird“, so Rosenbusch.

Zuletzt wurde von CSU-Fraktionsmitglied Lieselotte Berbig die Überlegung angestoßen, wie mit dem großen Erdhügel auf dem Zapfendorfer Friedhof verfahren werden soll, da dieser nicht mehr gepflegt wird. Sie äußerte den Vorschlag, den Hügel abzutragen und an die Stelle eine Bank zu setzen. „Das Thema wird beim Bauhof angesprochen. Wir werden sehen was wir machen können, damit es schöner angelegt wird“, so Bürgermeister Dittrich.

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