Spiel des Jahres: Die Bayern waren dann doch eine Nummer zu groß

Veröffentlicht am 21. Dezember 2015 von Redaktion
Logopädie Scheßlitz



Im Basketball kann ein großer Vorsprung ganz schnell wieder passé sein. Wenn aber schon nach vier Minuten ein Rückstand von zehn Punkten zu Buche steht, wird’s schwierig. Und so mussten die Basketballer aus Breitengüßbach gegen die zweite Mannschaft des FC Bayern München eine Niederlage einstecken. Auch Baunach ging mit einer Niederlage in die Weihnachtspause.

Die Regionalliga-Basketballer des TSV Tröster Breitengüßbach verloren gegen den FC Bayern 2 mit 56:87 und sind nach der Hinrunde auf dem 10. Tabellenplatz. Ivan Djerman und Michi Lachmann standen aufgrund ihrer Verletzungen dem Trainergespann Timo Fuchs und Johannes Laub nicht zur Verfügung. Die Güßbacher starteten mit Gligorovic, Jörg Dippold, Dinkel, Heberlein und Wagner in die Partie. Den besseren Start erwischten die Männer von Oliver Kostic. Freudenberg traf zwei Dreier, Mayr, Korndörfer und Beyschlag waren erfolgreich von der Freiwurflinie, sodass es nach nur vier Minuten bereits 2:12 aus Sicht der Gastgeber stand. Luggi Wagner kassierte kurze Zeit später sein zweites Foul. Dadurch konnten die Oberbayern ihre Größenvorteile gnadenlos ausnutzen. Sie fanden immer wieder ihren Big Man Daniel Mayr am Brett sowie Freudenberg an der Dreierlinie. Der Scharfschütze der Bayern machte im ersten Viertel schon zwölf Punkte. Fünf Zähler von Dirk Dippold sorgten dafür, dass der TSV den Rückstand etwas verkürzen konnte, 11:22 nach dem ersten Viertel.

In den zweiten zehn Minuten stand die Abwehr der Oberfranken deutlich besser. Den Bayern gelangen fast drei Minuten keine Punkte. Allerdings konnte der TSV Tröster auch nur einen Korb erzielen. Der Vorsprung der Bayern pendelte sich bei etwa zehn Punkten ein, ehe der überragende Freudenberg erneut zwei schwierige Dreier hintereinander traf und die Weichen endgültig auf Sieg stellte, 18:34 (17. Min). Dinkel, Christoph und Dirk Dippold konnten zum Viertelende noch Punkte für die Oberfranken erzielen. Beim Stand von 26:40 ging es in die Halbzeit.

Im dritten Spielabschnitt machten die Jungs aus der Landeshauptstadt noch einmal ernst. Schnell hatten diese einen 20 Punkte Vorsprung herausgespielt. Diesen konnten die TSV’ler nicht mehr verkürzen. Freudenberg, sowie der ehemalige Güßbacher Korndörfer führten ihr Team in dieser Phase, sodass sich die Münchner auf 36:61 absetzen konnten (26. Min). Die Münchner trafen nun fast alle Würfe und bauten ihren Vorsprung kontinuierlich aus. Zum Ende des Viertels führten sie mit 39:69.

Im letzten Durchgang nahmen die Isarstädter das Tempo wieder etwas heraus. Trotzdem wurde der Rückstand der Tröster-Truppe immer größer. Doch mit 40 Punkten wollten die Oberfranken sich nicht aus der Halle schießen lassen. Sie kämpften sich nochmals etwas heran und verloren schlussendlich mit 56:87 gegen den wohl größten Favoriten auf den Aufstieg in die Pro B.

Breitengüßbach: J. Dippold (12 Punkte/1 Dreier), Heberlein (10/2), D. Dippold (9/1), Dinkel (8/2), C. Dippold (7), Wagner (5), Wimmer (3/1), T. Dippold (2), Gligorovic, Klaus, Lorber

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Angeschlagene Young Pikes brechen nach toller erster Hälfte ein

Die Baunach Young Pikes mussten sich am Samstag bei den heimstarken „Rittern“ aus Kirchheim am Ende noch recht deutlich mit 85:61 geschlagen geben. Dabei konnten sie leider nicht an die hervorragende Leistung in der 1. Halbzeit anknüpfen und mussten eine am Ende zu hohe, aber verschmerzbare Niederlage hinnehmen.

Die Hausherren aus Kirchheim unter Teck erwischten in der gut gefüllten Sporthalle Stadtmitte den besseren Start und gingen rasch mit 10:2 in Führung. Schnelles Fastbreakspiel und sicher verwandelte Dreipunktwürfe waren der Schlüssel für den frühen Rückstand der Baunacher. Mit der Einwechslung von Aleksej Nikolic kam aber mehr Struktur ins Spiel der Young Pikes und nach zwei Dreiern zum Ende des 1. Viertels von Arnoldas Kulboka ging man sogar mit einer 21:19 Führung in die kurze Viertelpause. Die zweiten zehn Minuten waren ein Kopf an Kopf Rennen, in dem sich kein Team entscheidend absetzen konnte. Nach einem Foul an Andi Obst beim Dreipunktversuch 0,7 Sekunden vor der Halbzeitpause konnte der treffsichere Youngster seine Farben durch drei sicher verwandelte Freiwürfe eine 37:35 Halbzeitführung herauswerfen. Eine Verletzung von Moritz Sanders und die hohe Foulbelastung von Leon Kratzer trübten allerdings bereits zu diesem Zeitpunkt die gute Leistung der Young Pikes.

Zu Beginn kam es dann noch schlimmer für das Team von Trainer Fabian Villmeter. Bei einer Offensivaktion knickte Johannes Thiemann um und musste verletzt vom Feld. Der eingewechselte Leon Kratzer bekam dann innerhalb kürzester Zeit sein 4. Foul zugesprochen und musste daraufhin ebenfalls wieder vom Feld genommen werden. Diese personelle Schwächung nutzten die Gastgeber im Stile einer Spitzenmannschaft, die sie in dieser Saison sicher auch sind. In kürzester Zeit spielten sie ihre körperliche Überlegenheit aus und zogen auf 52:40 davon. Johannes Thiemann kam dann nach intensiver Behandlung durch den Physiotherapeuten zurück aufs Feld, war aber sichtlich angeschlagen. So musste wieder einmal Dino Dizdarevic viele Minuten auf der kleinen Centerposition aushelfen und auch Matthias Fichtner kam zu 13 Minuten Spielzeit. Mit einem deutlichen und vorentscheidenden 62:44 Rückstand ging es dann in die letzten 10 Spielminuten. Leon Kratzer kam zwar im letzten Viertel nochmals aufs Feld, hatte sich aber innerhalb kürzester Zeit sein 5. Foul eingehandelt und konnte so seinem Team insgesamt nur 12 Minuten helfen. Johannes Thiemann musste somit trotz starker Schmerzen durchspielen, eine richtige Gegenwehr war dem Baunacher Team aber unter diesen Umständen leider nicht mehr möglich. Zu groß war der personelle Aderlass in diesem Spiel, in dem Malik Müller und Jordan Dumars wegen Krankheiten die Reise erst gar nicht mit antreten konnten. Die Kirchheim Knights, die anscheinend die sprichwörtliche „Ritterrüstung“ anhatten, machten so mit den angeschlagenen Young Pikes kurzen Prozess und gewannen verdient mit 85:61. Trainer Fabian Villmeter hatte die Gründe für die Niederlage schnell ausgemacht und war nicht zu sehr enttäuscht nach dem Spiel: „Kirchheim spielt zuhause mit einer sehr hohen Intensität. In der 1. Halbzeit waren wir in der Lage dagegen zu halten und haben sehr gut gespielt. Als dann unsere „Langen“ nach und nach ausgefallen sind, war das dann leider nicht mehr möglich. Natürlich hätte man den ein oder anderen Fehler weniger machen können, aber eine richtige Chance hatten wir in der Konstellation und mit den Begleitumständen sicher nicht mehr. Wenn Leon nur 12 Minuten spielen darf, Malik Müller und Jordan Dumars erst gar nicht mit dabei sind und JT die zweite Halbzeit mit nur einem Bein spielt, kannst du in Kirchheim nicht gewinnen. Die kurze Spielpause kommt uns jetzt sehr gelegen um die Batterien wieder aufzuladen und die kleinen Blessuren auszukurieren.“

2. Bundesliga ProA

Kirchheim Knights – Baunach Young Pikes    85:61

Kirchheim Knights: Williams 18, Bekteshi 16, Wild 15, Rendleman 14, Kronhardt 9, Tinnon 8, Nawrocki 5, Burnette.

Baunach Young Pikes: Obst 13, Kulboka 12, Nikolic 9, Thiemann 9, Dizdarevic 9, Schmidt 5, Taraš 3, Kratzer 2, Fichtner, Sanders.

Zuschauer: 1050

Jochen Hirmke, Florian Dörr

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