Basketball-Wochenende endet mit zwei Niederlagen

Veröffentlicht am 10. Februar 2020 von Redaktion
Logopädie Scheßlitz


In der BARMER 2. Basketball-Bundesliga unterlagen die Baunach Young Pikes zu Hause gegen die Fraport Skyliners Juniors deutlich mit 70:93 und müssen nun weiterhin um die Qualifikation für die Play-Offs bangen. Vor gut 300 Zuschauern in der Strullendorfer Hauptsmoorhalle waren die Gastgeber nur in der ersten Halbzeit ebenbürtig, konnten dann aber den zahlreichen Dreiern der Frankfurter nichts mehr entgegensetzen. Der TSV Tröster Breitengüßbach verliert denkbar knapp mit 68:70 beim VfL Treuchtlingen vor 500 Zuschauern in der Senefelder Schule.

Klare Niederlage gegen die Skyliners Juniors

Schon zu Beginn des Spieles zeigten die Hessen, dass sie sich mit aller Macht für die Niederlage im Hinspiel revanchieren wollten und gingen gleich mit 11:0 in Führung. Es dauerte knapp drei Minuten, bevor Nicholas Tischler mit einem wuchtigen Dunking den ersten Korb für die Gastgeber erzielen konnten. Danach kamen die jungen Hechte, die wieder auf die genesenen Elias Baggette, Brandon Tischler und Leon Bulic zurückgreifen konnten, besser ins Spiel und kamen Punkt für Punkt heran. Bis zum Ende des ersten Viertels war die Partie beim Stand von 17:17 wieder ausgeglichen.

Im zweiten Abschnitt lieferten die Baunacher ihre beste Leistung im Spiel ab. Mit einer Ganzfeldpresse zwangen sie die Frankfurter zu zahlreichen Ballverlusten (15 bis zur Pause), die sie teilweise nach Schnellangriffen in einfache Korbleger ummünzen konnten. Außerdem trafen sie sieben ihrer 16 Dreierversuche und erzielten in diesem Abschnitt alleine 31 Punkte, wobei vor allem Kapitän Marvin Heckel mit 12 Punkten voranging. So konnte man eine scheinbar beruhigende 48:37 Führung mit in die Halbzeit nehmen.

Nach der Pause aber kamen die Frankfurter wesentlich aggressiver aus der Kabine und konnten rasch den Anschluss wiederherstellen. Bereits nach sieben Minuten hatten sie das Spiel gedreht und lagen nach einem Dreier von Nigel Pruitt wieder mit 54:53 vorne. Jetzt war der Amerikaner, der bis zur 30. Minute bereits sieben Dreier bei neun Versuchen getroffen hatte, überhaupt nicht mehr unter Kontrolle zu bringen, aber auch Aaron Kayser, der bis dahin 12 Punkte erzielt hatte, war unter dem Korb nicht zu stoppen. Beim Stand von 58:64 war vor dem letzte Viertel aber noch alles möglich.

In dem zeigten die Skyliners gleich von Anbeginn an, dass sie sich nicht mehr die Butter vom Brot nehmen lassen wollten und bereits nach 35 Minuten hatten sie ihren Vorsprung auf 78:60 erhöht und war die Begegnung damit praktisch schon entschieden. Zwar gaben die Gastgeber in keiner Phase auf, aber die Frankfurter konnten sich an diesem Tag auf ihre hervorragende Dreierquote (63%) und Reboundüberlegenheit (37:29) verlassen, sodass sie am Ende mit einem klaren 93:70 Erfolg als Sieger vom Platz gingen.

Baunachs Trainer Mario Dugandzic war nach dem Spiel dementsprechend enttäuscht: „Eine sehr schlechte zweite Halbzeit sorgt dafür, dass wir das Momentum nicht für uns nutzen konnten, nachdem verletzte Spieler zurückkehrten. Gerade Brandon und Leon haben uns in den letzten paar Wochen schon sehr gefehlt. Nach ein paar Anlaufschwierigkeiten in der 1. Halbzeit haben sie ganz gut rein gefunden. Wir hatten eine solide erste Hälfte und dann in der zweiten Halbzeit haben wir es nicht geschafft, irgendwie den Vorsprung weiter zu tragen. Wir waren auf einmal komplett leer, wir waren träge und haben uns natürlich auch beeinflussen lassen von der sehr hohen Trefferquote von Pruitt. Der hat dann ein komplettes Spiel übernommen und insgesamt 10 von 12 Dreiern getroffen und wir haben einfach nicht reagiert, waren wie gelähmt. So treten wir normalerweise zu Hause nicht auf. Das ist aber auch wichtig zu verstehen, dass wir uns das nicht leisten können, so in die zweite Halbzeit zu starten, wenn wir die Chance haben wollen zu gewinnen.“ Bleibt zu hoffen, dass sich das Team bis zum nächsten Samstag die Worte ihres Coaches zu Herzen nimmt, wenn sich in Coburg beim Derby die nächste Chance bietet, einen großen Schritt in Richtung Play-Offs zu machen.

Baunach Young Pikes: Heckel (18/ 4 Dreier), Keppeler (12/2), Baggette (8/2), Plescher (8/1), N. Tischler (8), Beck (8), Bulic (4), B. Tischler (4).

Fraport Skyliners: Pruitt (32/10), Kaiser (14), Kamdem (13), Grün (12/2), Peric (7/1), Schoormann (7/1), Begue (4), Schaum (3/1), Onyia (1).

Zuschauer: 310

BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB

Baunach Young Pikes – FRAPORT SKYLINERS Juniors 70:93

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Josef Martin

Ärgerliche Niederlage in Treuchtlingen

Eine Woche nach dem Heimsieg über Vilsbiburg mussten die Regionalliga-Basketballer zum VfL Treuchtlingen reisen und wollten dort seit einer Ewigkeit mal wieder etwas Zählbares mitnehmen. Dabei musste Headcoach Johannes Laub auf den erkrankten Henning Nieslon verzichten. Von Beginn an entwickelte sich eine spannende Partie, die von der Physis und Intensität beider Abwehrreihen geprägt wurde. So hatten die Offensiven am Anfang enorme Probleme einen Rhythmus zu finden. Dass sich im ersten Viertel keine Mannschaft absetzen konnte, war die logische Folge. Während für die Hausherren vor allem Geiselsöder, Wörrlein und Schmoll erfolgreich waren, konnten Jörg Dippold, Engel und Land ihre Würfe versenken. So stand es nach dem ersten Viertel 17:16 für die Mittelfranken.

Auch im zweiten Spielabschnitt änderte sich wenig. Der TSV Tröster hatte mit der Verteidigung des VfL große Probleme, da sie vor allem Topscorrer Land sehr gut im Griff hatten und ihn nicht zur Entfaltung kommen ließen. Außerdem machten die Treuchtlinger die Zone dicht, sodass Breitengüßbach nur 3er gestattet bekam, die leider nicht hochprozentig verwandelt wurden. Zwar punkteten Engel, Jörg & Dirk Dippold für die Gelbschwarzen, doch Treuchtlingen hatte durch Stecher, Wörrlein, Geiselsöder, Beierlein und Schmoll immer die passende Antwort parat und baute den Vorsprung zur Halbzeit auf 41:37 aus.

Im dritten Viertel hatte Breitengüßbach in der Offensive gar keinen Rhythmus. So leistete man sich etliche Ballverluste und schoss viele Fahrkarten, wodurch Treuchtlingen oftmals zu einfachen Punkten durch Fastbreaks bzw. Überzahlspiel kam. So baute der VfL seinen Vorsprung durch Schmoll, Geiselsöder und Wörrlein immer weiter aus. Doch Breitengüßbach zeigte gegen Ende der dritten zehn Spielminuten nochmal Moral und sorgte dafür, dass der Rückstand nicht weiter anwuchs. So ging es beim Stand von 62:49 für die Hausherren in die Viertelpause.

Im Schlussabschnitt dann ein völlig anderes Bild. Die Oberfranken schalteten in den Kampfmodus und wollten das verloren geglaubte Spiel noch drehen. Grundlage für die Aufholjagd war die sehr intensive und physische Defensive, die den Gastgeber in den letzten zehn Spielminuten nur acht Punkte gestattete. Dadurch konnte die Tröster-Truppe Fastbreaks laufen und einfache Punkte erzielen. Angeführt von Jörg Dippold und Engel kämpfte sich Breitengüßbach Punkt für Punkt heran und glich das Spiel kurz vor dem Ende sogar aus. Doch Schmoll traf wenige Sekunden vor der Schlusssirene einen Wurf zum 70:68. Der letzte Versuch des TSV fand leider nicht in den Weg in den Korb, sodass der VfL am Ende glücklich gewann. Mit einem Sieg hätte man nochmal Spannung in den Kampf um den Meistertitel bringen können, da auch Ansbach überraschend in Vilsbiburg verlor. So bleiben die Güßbacher weiterhin Zweiter in der Tabelle, sind aber nun punktgleich mit dem Dritten Schwabing.

Breitengüßbach: J. Dippold (21/1 Dreier), Engel (16/3), Land (9), D. Dippold (7/2), Wagner (6), Fuchs (4), Hubatschek (3), Klaus (2), Pflaum, Reichmann, Schröder, Will

Jochen Hirmke, Florian Dörr

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