Basketball-Wochenende: Sieg und Niederlage

Veröffentlicht am 9. Dezember 2019 von Redaktion
Logopädie Scheßlitz


Kein guter Abschluss der bisher so erfolgreichen Hinrunde gelang den Baunach Young Pikes in der BARMER 2. Basketball-Bundesliga. Sie unterlagen am 11. Spieltag der ProB beim Vorletzten TSV Oberhaching Tropics mit 85:73 und müssen nun in den nächsten Spielen aufpassen, dass sie nicht durch das enge Mittelfeld der Tabelle nach unten durchgereicht werden. Die Regionalliga-Basketballer des TSV Tröster Breitengüßbach hingegen gewannen das letzte Heimspiel des Jahres 2019 mit 85:73 gegen den Sportbund DJK Rosenheim.

 

Enttäuschende Baunacher Leistung  in Oberhaching

Kein guter Abschluss der bisher so erfolgreichen Hinrunde gelang den Baunach Young Pikes in der BARMER 2. Basketball-Bundesliga. Sie unterlagen am 11. Spieltag der ProB beim Vorletzten TSV Oberhaching Tropics mit 85:73 und müssen nun in den nächsten Spielen aufpassen, dass sie nicht durch das enge Mittelfeld der Tabelle nach unten durchgereicht werden.

Dabei gelang den Baunachern eigentlich ein recht guter Start: Bis zur fünften Minute zogen sie auf 14:6 davon, wobei vor allem Daniel Keppeler im ersten Abschnitt mit sieben Punkten erfolgreich war. Allerdings war bereits zu diesem Zeitpunkt absehbar, dass die Gäste ein Problem mit dem Münchner Routinier Moritz Wohlers bekommen würden, der unter dem Korb recht unbedrängt schalten und walten konnte. Da aber Brandon Tischler einige Schnellangriffe erfolgreich abschloss, lag man nach dem ersten Viertel immer noch mit 25:19 vorne.

Vier schnelle Baunacher Punkte zwangen die Tropics beim Stand von 19:29 zu einer frühen Auszeit. Doch anstatt nun weiterhin den eingeschlagenen Weg fortzuführen, schlichen sich Unkonzentriertheiten und Kommunikationsprobleme in das Spiel der Young Pikes ein, sodass die Gastgeber bis zur 15. Minute auf 29:33 herankommen konnten. Nach weiteren technischen Fehlern nahmen die jungen Hechte nur mit viel Glück einen 40:37 Vorsprung mit in die Kabinen.

Obwohl es dort etwas lauter wurde, konnten die Oberfranken nicht verhindern, dass der Aufsteiger nach vier schnellen Punkten durch Wohlers erstmals mit 41:40 in Führung ging. Leon Bulic konterte mit einem Dreier und nach einem unsportlichen Foul war es Elias Baggette, der bis zur 24. Minute wieder eine 53:50 Führung herauszuholen konnte. Jetzt hatten die Oberbayern allerdings Lunte gerochen und Janos Kögler gelang es mit dem erst zweiten Dreier der Hachinger erneut das Blatt zu wenden und sein Team mit 61:55 nach vorne zu bringen. Bis zum Ende des dritten Viertels besorgte dann  der 35-jährige Wohlers, der bis dahin schon 28 Punkte erzielt hatte, den 64:57 Stand. Einzig erfreulich war nach der Pause, dass Miles Osei bei seinem ProB-Debüt gleich seinen ersten Korb erzielen konnte.

Ein letzter Dreier der Tropics durch John Boyer zum 67:57 eröffnete den letzten Abschnitt und sorgte für weitere Verwirrung bei den physisch unterlegenen Baunachern. Anstatt nun ihre Stärken auszuspielen, verzettelten sie sich oft im Angriff und versuchten mit vielen Einzelaktionen wieder heranzukommen. Da man sich auch in der 1:1-Verteidigung sehr schwer tat, gelang es den Gastgebern mit einfachen Mitteln den Vorsprung relativ mühelos bis zur 35. Minute (76:65) zu halten. Fünf Punkte von Mateo Seric zum 78:73 machten zweieinhalb Minuten vor dem Ende noch einmal Hoffnung, aber erneut waren es Wohlers und Kögler, die bereits eine Minute vor der Sirene das Spiel vorzeitig entschieden. Coach Mario Dugandzic war nach der Begegnung dementsprechend enttäuscht: „Das war eine bittere Niederlage nach einem guten Start. Wir waren zu nachlässig in der Defense und hielten uns nicht diszipliniert genug an unseren Gameplan. Dann gestatteten wir es Oberhaching vor der Pause ins Spiel zu kommen. Wohlers konnten wir nicht kontrollieren und hatten nach dem schlechten Start in die zweite Halbzeit keine Antwort auf die zwei Guards der Hachinger. Die Physis des Gegners setzte uns stark zu. Am Ende haben wir noch einmal alles probiert, aber da war das Momentum bereits auf Seiten des Gegners. Wir müssen verstehen, dass wir über längere Zeit härter spielen müssen und nicht überheblich agieren können, denn in dieser Liga kann an einem bestimmten Wochenende jeder jeden schlagen.“ Ob sie ihre Lehren aus dieser Niederlage gezogen haben, können die Baunacher gleich am nächsten Sonntag (18 Uhr) beweisen, wenn es in Strullendorf erneut gegen Oberhaching geht.

Baunach Young Pikes: Seric (17 Punkte/ 1 Dreier), Tischler (12/1), Baggette (11), Bulic (8/2), Keppeler (7/1), Heckel (7), Plescher (7/1) Edwardsson (2), Osai (2), Beck.

TSV Oberhaching: Wohlers (33), Hedley (15), Kögler (15/1), Boyer (9/1), Würmseher (7), Zeiss (4/1), Rauch (2), Bode.

Zuschauer: 250

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Nachrichten am Ort

 

Güßbacher Arbeitssieg gegen Rosenheim

Ohne die noch verletzten Alex Engel und Matthew Will musste der TSV Tröster am vergangenen Samstag sein letztes Heimspiel des Jahres bestreiten. Die knapp 150 Zuschauer in der Hans-Jung-Halle sahen von Beginn an eine hellwache Heimmannschaft, die in der Verteidigung engagiert zu Werke ging und viele schwierige Würfe und Ballverluste beim Gegner forcierte. Auf der anderen Seite des Feldes knüpften die Männer von Headcoach Johannes Laub nahtlos an die gezeigten Leistungen der vergangenen Wochen an. So erzielten Nieslon, Land und Dirk Dippold in den ersten zehn Spielminuten immer wieder einfache Punkte am Brett, wodurch man frühzeitig ein kleines Polster zwischen sich und dem Gegner legen konnte. Dieses wurde bis zum Viertelende durch Hubatschek, Fuchs und Jörg Dippold gar auf 27:13 ausgebaut.

Im zweiten Spielabschnitt fand die Offensive der Rosenheimer langsam ins Spiel, da Hogges und die beiden März-Brüder einige Würfe im Korb der Oberfranken versenken konnten. Güßbachs Wurfquote ging etwas zurück, da man nun nicht mehr so viele Fastbreaks laufen und dementsprechend einfache Würfe nehmen konnte. Der starke Dirk Dippold versenkte zwei Dreier und Land agierte gewohnt stark am Brett, sodass der Vorsprung nicht einstellig wurde und bis zur Halbzeitsirene sogar auf 44:29 ausgebaut werden konnte.

Nach der Halbzeit ließ der TSV Tröster Breitengüßbach die nötige Konzentration und Intensität vermissen. So agierten die Gelbschwarzen in der Verteidigung zu lasch, sodass der Sportbund durch Basti März zwei Distanzwürfe binnen 30 Sekunden traf und der Vorsprung deutlich kleiner wurde. Hogges, Schulezko und Jonas März versenkten ebenfalls sicher ihre Würfe, wurden allerdings von Reichmann, Klaus und Schröder gekontert. In dieser schwierigen Phase war es zudem Dirk Dippold, der immer wieder den Weg zum Korb fand oder Fouls zog. Trotzdem wirkte Breitengüßbach bei weitem nicht so abgeklärt und souverän wie noch zu Beginn des Spiels, weshalb die Gäste aus Oberbayern auf 67:56 nach 30 Spielminuten verkürzen konnten.

Im Schlussabschnitt dann nochmal das große Zittern beim TSV Tröster. In der Offensive war der Rhythmus komplett weg. So wurden schlechte Wurfentscheidungen getroffen und einige Ballverluste fabriziert, wodurch Rosenheim Punkt für Punkt näherkam. Hogges und die beiden März-Brüder sorgten dafür, dass vier Minuten vor dem Ende der Güßbacher Vorsprung nur noch fünf Punkte betrug. Nach einer Auszeit von Laub traf man zumindest in der Offensive wieder bessere Entscheidungen und konnte durch Dirk Dippold und Land wichtige Korberfolge feiern. In der Verteidigung konnte Rosenheim in dieser Phase allerdings nicht gestoppt werden. Fuchs und Hubatschek sorgten im vierten Viertel mit ihren hochprozentig verwandelten Freiwürfen für eine kleine Vorentscheidung. Die Oberfranken konnten sich wieder absetzen und schlussendlich das Spiel mit 85:73 gewinnen. Nach dem Arbeitssieg gegen Rosenheim bleibt man weiter zweiter in der Tabelle und trifft am kommenden Samstag dann im Derby auf den Tabellendritten TTL Basketball Bamberg. Bei diesem Spiel wird auch Kapitän Alex Engel definitiv wieder mit dabei sein, da er am Freitag das OK von den Ärzten für die kommende Woche bekommen hat.

Breitengüßbach: D. Dippold (21/3 Dreier), Land (15), Fuchs (11), Nieslon (7), J. Dippold (6), Hubatschek (6), Klaus (6), Reichmann (5/1), Schröder (4), Wagner (4), Lurz

Jochen Hirmke, Florian Dörr

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