Glücklicher Sieg nach dramatischer Schlussphase

Veröffentlicht am 18. November 2019 von Redaktion
Logopädie Scheßlitz


In einer kampfbetonten und spannenden Partie gewannen die Baunach Young Pikes in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB bei den Basketball Löwen in Erfurt knapp mit 71:69. Nach diesem Erfolg bleiben die Baunacher weiterhin auf dem zweiten Tabellenplatz, während die Erfurter immer noch auf ihren ersten Heimsieg warten müssen. Auch für Breitengüßbach gab es am Wochenende einen Auswärtssieg.

Die Young Pikes starteten vor 885 Zuschauern gut in die Partie: Zwei Dreier von Moritz Plescher zum 4:13 (6. Minute) gaben das notwendige Selbstvertrauen, sodass die verunsichert wirkenden Gastgeber frühzeitig zu einer Auszeit gezwungen wurden. Doch auch die half nicht viel, denn jetzt doppelten die Oberfranken den ballführenden Gegenspieler und erhöhten ihren Vorsprung auf 18:5. Beim Stand von 9:18 ging es in die erste Viertelpause. „Da haben wir die Sachen, die wir uns vorgenommen hatten, gut umgesetzt“, lobte Coach Mario Dugandzic die Leistung seiner Jungs zu Beginn.

Obwohl die Löwen viel aggressiver in das 2. Viertel gingen und Marvin Heckel, der nach zwei frühen Fouls die meiste Zeit auf der Bank verbracht hatte, mit seinem dritten Foul in der 12. Minute gleich wieder ausgewechselt werden musste, konnten die Baunacher einen 26:17 Vorsprung bis in die 14. Minute behaupten. Jetzt pendelte sich der Vorsprung bei etwa sieben Punkten ein (24:31; 17.), bevor die Gastgeber nach einigen offensiven Rebounds auf 31:34 verkürzen konnten. Mateo Seric besorgte dann in der letzten Minute mit sicher verwandelten Freiwürfen die 38:31 Pausenführung für die Gäste.

Auch nach dem Seitenwechsel änderte sich zunächst nicht viel am Spielverlauf, denn die wesentlich ausgeglichener besetzten Baunacher zogen bis zur 23. Minute auf 48:36 davon. Scheinbar hatte dieser recht komfortable Vorsprung einige Unkonzentriertheiten zur Folge, denn jetzt gelang den Löwen ein  11:0 Lauf, sodass sie in der 26. Minute wieder auf 48:47 dran waren. „Das wird für die Jungs eine wichtige Erkenntnis sein, dass du trotz einer guten Führung nicht nachlassen darfst und deinen Stiefel weiter spielen musst“, kommentierte der Young Pikes Trainer diese Phase. Zwar konterte Baunach seinerseits noch einmal mit einem 6:0 Lauf, der wieder etwas Luft verschaffte, doch jetzt waren die Erfurter im Spiel und gingen 16 Sekunden vor Ende des Viertels erstmals mit 55: 54 in Führung und damit auch in die letzte Viertelpause. Schuld an diesem Rückstand waren unter anderem eine schwache Dreierquote und zu viele vergebene Freiwürfe.

Im letzten Abschnitt wechselte die Führung einige Male: Zunächst brachte Plescher mit einem Korbleger und einem Dreier sein Team erneut mit 62:59 in Führung, doch dann ließ man einfache Chancen liegen und Erfurt konnte bis zur 36. Minute mit 64: 62 wieder das Blatt wenden. Zu diesem Zeitpunkt agierten die Gastgeber wesentlich energischer als zu Beginn und kamen zu vielen Offensivrebounds und Ballgewinnen. 150 Sekunden vor Schluss sahen sie beim Stand von 69:64 schon fast wie der Sieger aus, doch Brandon Tischler und Marvin Heckel, der bis dahin gar nicht ins Spiel gefunden hatte, sorgten für den Ausgleich. 4,3 Sekunden vor der Sirene war es erneut Kapitän Heckel, der nun die Verantwortung übernahm und mit einem mutigen Zug über die linke Seite für die 71:69 Führung sorgte. Der letzte Wurf des Tabellenletzten verfehlte den Korb deutlich und jetzt gab es kein Halten mehr auf der Bank und konnten die Baunacher ein schon verloren geglaubtes Spiel gerade noch für sich entscheiden. „Glückwunsch an meine Jungs, wie sie das am Ende noch gedreht haben. Es war sehr unangenehm und schwer, hier zu spielen. Wir sind glücklich über den Sieg, aber über die Art und Weise leider nicht. Aber das geht bei einem so kampfstarken Gegner auswärts für unsere junge Mannschaft schon mal in Ordnung,“ ordnete Dugandzic den siebten Saisonsieg richtig ein. Weiter geht’s am nächsten Sonntag (17 Uhr), wenn die Baunacher das Team der Giessen Rackelos in Strullendorf empfangen.

Baunach Young Pikes: Plescher (18 Punkte/4 Dreier), B. Tischler (17), Seric (13), Keppeler (8), Baguette (6/ 1), Saffer (4), Heckel (4), Edwardsson (1), Bulic, N. Tischler.

Basketball Löwen Erfurt: Kuhle(23/3), Bode (13), Barrie (12), Merz (9/1), Franklin (9/1), Wobst (3/1), Pahnke, Schiller, Watkins.

BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB

Basketball Löwen Erfurt – Baunach Young Pikes   69:71

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Karin Eminger

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Nachrichten am Ort

 

Nach Sieg in Weimar Tabellenzweiter

Eine Woche nach dem Heimsieg über den damaligen Spitzenreiter aus Leitershofen/Stadtbergen ging es für die Männer von Headcoach Johannes Laub in der Regionalliga Südost mit einem Auswärtsspiel in Jena gegen Culture City Weimar weiter. Zwar mussten die Oberfranken weiterhin auf Kapitän Alex Engel verzichten, sonst konnten jedoch alle anderen Spieler eingesetzt werden.

Leider konnte die Tröster-Truppe zu Beginn des Spiels nicht an den offensiven Rhythmus vom Leitershofen-Spiel anknüpfen, was den Thüringern natürlich in die Karten spielte. Vor allem Garrett und Radojicic sorgten für etliche Zähler der Hausherren im ersten Viertel, die nicht unverdient mit acht Punkten in Führung lagen. Auf Güßbacher Seite waren es Center Land und Jörg Dippold, die den Vorsprung der Gastgeber nicht noch weiter anwuchsen ließen. Insgesamt waren es im ersten Viertel zu viele Ballverluste, schlechte Würfe und vor allem zu wenig Intensität in der Verteidigung, weshalb Weimar völlig verdient mit 14:22 führte.

Im zweiten Spielabschnitt wachte die TSV-Offensive endlich auf. Der Ball wurde viel besser bewegt und der freie Mann am Brett oder an der Dreierlinie gefunden. Dadurch konnten Reichmann und Dirk Dippold ihre Distanzwürfe sowie Land und Wagner ihre Korbleger sicher verwandeln. Auch die Verteidigung agierte nun deutlich engagierter, sodass man den Hausherren keine einfachen Würfe mehr gestattete. Trotzdem versenkten Garrett, Radojicic und Linartas zum Teil sehr schwierige Würfe, wodurch Weimar weiterhin in Führung blieb. Bis zur Halbzeitpause konnten die Gelbschwarzen durch Zähler von Klaus, Nieslon und Jörg Dippold den Rückstand auf 39:42 verkürzen.

Nach der Halbzeitansprache von Headcoach Laub kamen die Güßbacher voller Energie zurück aufs Jenaer Parkett. Das Ziel für die zweiten 20 Minuten war klar: Endlich in Führung gehen und wenn möglich diese bis zum Ende halten. Und so startete die Tröster-Truppe auch in das dritte Viertel. Jörg Dippold, Fuchs und Wagner waren anfangs für den TSV erfolgreich, doch Garrett war am Brett nur schwer zu kontrollieren und gab immer wieder die passende Antwort. In der Folgezeit konnte sich keine Mannschaft absetzen und die Führung pendelte immer hin und her. Land und Hubatschek trafen für Breitengüßbach, während Dizdar und Linartas für Weimer erfolgreich waren. Folgerichtet stand es nach 30 Spielminuten 68:68 und das Schlussviertel musste die Entscheidung bringen.

Hier spielten die Oberfranken ihre ganze Erfahrung aus. Sie suchten immer wieder ihre Führungsspieler Land und Jörg Dippold, die in dieser Phase hochprozentig ihre Würfe trafen und auch nicht von zum Teil heftigen Fouls zu stoppen waren. Dazu bekamen sie Unterstützung von Schröder, Reichmann und Dirk Dippold, weshalb man sich vorentscheidend absetzen konnte. Zwar punkteten für Weimar immer wieder Garrett und Radojicic, doch die beiden trafen nicht mehr so hochprozentig wie noch in den drei Vierteln zuvor. Schlussendlich gewann der TSV Tröster Breitengüßbach aufgrund der Leistungssteigerung ab dem 2. Spielabschnitt völlig verdient mit 94:87 und ist nun erster Verfolger des Tabellenführer Ansbach.

Breitengüßbach: Land (23/2 Dreier), J. Dippold (18), D. Dippold (11/1), Reichmann (9/2), Klaus (8), Wagner (7/1), Nieslon (6), Fuchs (5), Hubatschek (4), Schröder (3/1)

Jochen Hirmke, Florian Dörr

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