„Was können wir hier vor Ort tun“?

Veröffentlicht am 20. April 2018 von Johannes Michel

Aktuell laufen in Baunach die Nachhaltigkeitstage 2018. Vielfältige Angebote mit Vorträgen, Workshops und einer Ausstellung gehören dazu. An einem Abend durfte sich die 2016 gegründete Arbeitsgruppe „BauNACHhaltigkeit“ präsentieren – und auch die „Baunach Allianz“ wurde von Eberns Bürgermeister Jürgen Hennemann näher vorgestellt. Zum Abschluss gab es eine Ideensammlung.

Kein Verein, über die Stadt Baunach hinaus bereits bekannt: Die Arbeitsgruppe BauNACHhaltigkeit wird in diesem Jahr zwei Jahre alt – und hat sich bereits durch vielfältige Aktionen hervorgetan. Thea Stäudel stelle die AG am Abend des 18. April 2018 im Bürgerhaus Lechner Bräu interessierten Bürgerinnen und Bürgern vor. „2016 fand der Nachhaltigkeitstag mit der Stadtbücherei, mit Schulen, Vereinen und weiteren Kooperationspartnern statt“, so Stäudel. 400 Besucher kamen damals, die Idee des Nachhaltigkeitstags bekam einen Bienenstadt-Bamberg-Umweltpreis, die AG bildete sich aus den für den Nachhaltigkeitstag Engagierten.

„Unser zentrales Ziel ist eine Bewusstseinsveränderung. Denn jeder kann, selbst in kleinen Dingen, dazu beitragen, am Erhalt unserer Welt mitzuarbeiten.“ Sichtbare Zeichen der AG gab es schon einige, von der Pflanzung von Wildkrokussen, dem Verteilen von Wildblumenmischungen bis hin zu Aktionen im Ferienprogramm – zusammen mit dem Verein für Obst- und Gartenpflege wurde im Sommer 2017 der Bau von Insektenhotels angeboten. Dessen Vorsitzender Reimund Viering zeigte die Schnittpunkte der Zusammenarbeit zwischen Verein und AG auf. Und nicht zuletzt unterstützte die AG die Bewerbung der Stadt Baunach als Fair-Trade-Stadt.


Thea Stäudel präsentierte die Arbeit der AG BauNACHhaltigkeit.

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Natur und Landschaft als wichtiges Handlungsfeld

Das soll es aber noch lange nicht gewesen sein. Im Rahmen der Veranstaltung am 18. April sammelte die AG Ideen, wie es weitergehen könnte, welche Aktionen von den Baunachern für die Zukunft gewünscht sind. Einige Vorschläge hingen dann auch an der Pinnwand – etwa eine Gemüsebörse von Privat oder die Erstellung von Verkehrskonzepten für Wohngebiete. Was die AG plant, findet sich außerdem auf der Internet- und Facebookseite von BauNACHhaltigkeit wieder.

Das war aber noch nicht alles. Eberns Bürgermeister Jürgen Hennemann stellte die kürzlich auch als Verein gegründete „Baunach Allianz“ vor. „Wir sind eine Region mit vielen Gemeinsamkeiten, befinden uns allerdings in einer Randlage“, erklärte Hennemann. Daher sei es keine Überraschung, dass sich die Allianz über zwei Regierungsbezirke und drei Landkreise erstreckt. Eines der Hauptthemen ist der Erhalt der Daseinsfürsorge – von Einkaufsmöglichkeiten über die ärztliche Versorgung bis hin zur Mobilität. Auf Anregung der Bürgerinnen und Bürger sei aber auch der Themenkomplex „Natur und Landschaft“ hinzugekommen. „Nicht umsonst haben wir als Motto ‚gemeinsam, nachhaltig, vielfältig‘ gewählt.“ Ab dem 1. Juli wird sich ein eigener Allianzmanager um die Baunach Allianz kümmern und sie weiterentwickeln. Möglich ist sogar, die Fair-Trade-Idee weiterzuspinnen: „Ebern hat sich gerade auf den Weg zur Fair-Trade-Stadt gemacht. Nachdem Baunach hier schon aktiv war, ist denkbar, dass wir uns als gesamte Region bewerben.“


Jürgen Hennemann koordiniert die Baunach-Allianz.


An einer Pinnwand wurden Ideen für die künftige AG-Arbeit gesammelt.

Die Besucher der Veranstaltung konnten mitdiskutieren und ihre Wünsche vorbringen. Dabei wurde sehr schnell deutlich, dass vieles nicht in den Händen der lokalen Politik liegt, gerade wenn es um die gesunde Mischung aus (industrieller) Landwirtschaft und Landschaftsschutz geht. „Wir müssen daher unseren Fokus auf unsere Region legen, mit der Frage: Was können wir hier tun?“, sagte Thea Stäudel abschließend. Und hier sind die Baunach Allianz und auch die AG BauNACHhaltigkeit auf einem guten Weg – und sehr viel weiter als viele andere Regionen und Städte.


Im Bürgerhaus läuft aktuell eine Ausstellung zum Thema Trinkwasser. Wer sie besucht, kann ebenfalls seine Ideen und Wünsche anpinnen.

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