Jahresrückblick und zweimal die Bürgermedaille in Gold

Im Titelbild: Georg Gehringer (Mitte) und Ludwig Hennemann (2.v.r.) wurden mit der Bürgermedaille ausgezeichnet. Mit im Bild: 3. Bürgermeister Andreas Schonath, 2. Bürgermeisterin Sabine Köhlerschmidt und 1. Bürgermeister Michael Senger. Foto: Markt Zapfendorf

In der Jahresabschlusssitzung des Marktgemeinderats Zapfendorf in der Aula der Grundschule blickte Bürgermeister Michael Senger auf das Jahr 2025 zurück – und spannte dabei einen weiten Bogen über die wichtigsten Vorhaben und Themen, die den Markt im abgelaufenen Jahr beschäftigten.

Einen ersten Schwerpunkt bildeten dabei die gemeindlichen Friedhöfe. Neben der laufenden Sanierung von Wegen – in Lauf in den Jahren 2024/25 und in Unterleiterbach in den Jahren 2025/26 – sind für 2026/27 weitere Maßnahmen in Kirchschletten (zweiter Bauabschnitt) sowie in Sassendorf vorgesehen. Darüber hinaus ging Senger auf neue Bestattungsformen ein, darunter Urnenfamiliengräber und Baumbestattungen, mit denen der Markt auf veränderte Bedürfnisse reagiert.

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Bauleitplanung. Für das Baugebiet „Unterleiterbach West“ wurde das Bauleitplanverfahren bereits Ende 2024 abgeschlossen. Im Jahr 2025 folgten die Vermessung der von der Gemeinde erworbenen Grundstücke sowie die Erarbeitung der Erschließungsplanung. Der Beginn der Erschließung ist für 2026 vorgesehen. Beim Neubaugebiet „Zapfendorf Süd III“ ist das Bauleitplanverfahren ebenfalls abgeschlossen, derzeit laufen jedoch noch Klärungen zu wasserrechtlichen Belangen mit dem Landratsamt und dem Wasserwirtschaftsamt. Erst danach kann die Erschließung beginnen.

Baugebiete und neues Gewerbegebiet

Auch im gewerblichen Bereich berichtete der Bürgermeister über mehrere Entwicklungen. So wurden Bauleitplanverfahren zur Erweiterung der Firma BMI sowie der Rauh SR Fensterbau GmbH abgeschlossen. Zudem wurde für das künftige Gewerbegebiet „Ehrenwörth“ ein Aufstellungsbeschluss gefasst. Der Start des Bauleitplanverfahrens ist für das Jahr 2026 geplant.

Im Bereich der Ortsentwicklung ging Senger auf den dritten Bauabschnitt der Dorferneuerung in Oberleiterbach ein. Ebenso wurden laufende Flurneuordnungsverfahren angesprochen, darunter „Sassendorf II“ mit Lauf sowie „Kirchschletten II“.

Ein umfangreicher Themenblock betraf die kommunale Infrastruktur. Im Rahmen der RZWas-Förderung wurden und werden sowohl Maßnahmen an der Wasserversorgung als auch an der Abwasserentsorgung umgesetzt. Dazu zählen unter anderem die Sanierung von Wasserleitungen, die Erneuerung von Abwasserkanälen sowie Maßnahmen an der Kläranlage. Auch die Sanierung des A-Baus der Schule Zapfendorf wurde thematisiert. Ziel ist es, zusätzliche Hortplätze zu schaffen und damit auf den kommenden Ganztagsbetreuungsanspruch für Grundschulkinder vorbereitet zu sein. Weitergehen soll es 2026 auf dem Hofmann-Gelände, dort entsteht das „Haus der Gesundheit“.

Die Sitzung fand erneut in der Aula der Schule statt. Foto: Markt Zapfendorf

Apfelmarkt war das Jahres-Highlight

Beim Freibad Aquarena verwies Senger unter anderem auf die Installation einer Photovoltaikanlage. Diese verfügt über eine Anlagenleistung von 99 kWp und soll jährlich rund 89.000 Kilowattstunden Strom erzeugen. Insgesamt bleibt die Nutzung erneuerbarer Energien ein wichtiges Thema für den Markt. Neben Photovoltaikanlagen auf weiteren gemeindlichen Liegenschaften ging der Bürgermeister auch auf die Windenergieplanung im Bereich Sassendorf ein. Dort laufen im Zuge der Fortschreibung des Regionalplans Planungen für mehrere Windkraftanlagen durch zwei Projektierer.

Neben den zahlreichen Bau- und Infrastrukturprojekten sprach Senger auch das gemeindliche Leben an. Erwähnt wurden unter anderem der Apfelmarkt 2025 in Zapfendorf sowie organisatorische Veränderungen wie die Neubesetzung der Leitung der Gemeindebücherei. Darüber hinaus zog der Bürgermeister eine Bilanz der kommunalpolitischen Arbeit im Jahr 2025: Insgesamt fanden 13 Sitzungen des Marktgemeinderates statt. Hinzu kamen zwei Sitzungen des Finanz-, Jugend-, Kultur- und Sportausschusses, eine Sitzung des Schwimmbadausschusses, zwei Sitzungen des Rechnungsprüfungsausschusses sowie eine Bürgerversammlung.

Zum Ende seines Jahresberichts würdigte Senger das Engagement vieler Bürgerinnen und Bürger sowie der Vereine, die im Jahr 2025 Jubiläen feierten oder besondere Ehrungen erhielten. Zweite Bürgermeisterin Sabine Köhlerschmidt schloss sich dem Dank an.

Ehrungen für zwei verdiente Bürger

Im zweiten Tagesordnungspunkt stand die Verleihung der Bürgermedaille des Marktes Zapfendorf im Mittelpunkt. Der Marktgemeinderat hatte in seiner Sitzung am 20. November 2025 einstimmig beschlossen, Georg Gehringer aus Oberoberndorf und Ludwig Hennemann aus Oberleiterbach aufgrund ihres langjährigen ehrenamtlichen Engagements mit der Bürgermedaille in Gold auszuzeichnen.

Georg Gehringer wurde für seinen jahrzehntelangen Einsatz für die Dorfgemeinschaft geehrt. Von 1990 bis 2017 war er Ortssprecher von Oberoberndorf und begleitete in dieser Zeit zahlreiche Projekte, darunter Maßnahmen zur Dorferneuerung, den Straßenausbau, den Anschluss an die Abwasserbeseitigung sowie das Flurbereinigungsverfahren. Darüber hinaus engagierte er sich über viele Jahre in der Feuerwehr Oberoberndorf, im kirchlichen Bereich sowie in mehreren Vereinen. Auch als Feldgeschworener brachte sich Gehringer über einen langen Zeitraum hinweg für das Gemeinwohl ein.

Ludwig Hennemann erhielt die Bürgermedaille ebenfalls für sein außergewöhnlich langes ehrenamtliches Wirken. Ein Schwerpunkt seines Engagements lag im kirchlichen Bereich: Von 1995 bis 2025 war er Kirchenpfleger der Filialkirche Oberleiterbach und Mitglied der Kirchenverwaltung. Daneben übernahm Hennemann über Jahrzehnte Verantwortung in verschiedenen Vereinen, unter anderem als Kassier und Organisator, und unterstützte zahlreiche Veranstaltungen und Arbeitseinsätze. Sein Einsatz galt stets der Gemeinschaft und dem Zusammenhalt im Markt Zapfendorf.

Bürgermeister Senger überreichte die Bürgermedaillen gemeinsam mit Zweiter Bürgermeisterin Köhlerschmidt und Drittem Bürgermeister Andreas Schonath. Neben der Medaille erhielten die Geehrten ein Geschenk.

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