Baunach erreicht Derbysieg gegen Coburg

Veröffentlicht am 17. Februar 2020 von Redaktion
Logopädie Scheßlitz


Ein enorm wichtigen 90:57-Erfolg errangen die Baunach Young Pikes in der BARMER 2. Basketball Bundesliga beim Lokalderby in Coburg. Damit sind ihre Chancen wesentlich gestiegen, doch noch die Play-offs zu erreichen, obwohl man zuletzt vier Spiele in Folge verloren hatte. Der TSV Tröster Breitengüßbach gewann das Verfolgerduell gegen den MTSV Schwabing vor knapp 200 Zuschauern in der heimischen Hans-Jung-Halle völlig verdient mit 104:63.

Baunach strahlender Sieger beim Derby in Coburg

Die Gastgeber mussten neben Kapitän Chris Wolf auch auf ihren am Ellenbogen verletzten Amerikaner Princeton Onwas verzichten, was sich aber zu Beginn nicht bemerkbar machte. Vor einer imponierenden Kulisse von fast 1200 Zuschauern agierten beide Mannschaften im 1. Viertel viel zu hektisch und nervös, so dass es nach zehn Minuten beim Stand von 13:11 kaum erfolgreiche Offensivaktionen zu bejubeln gab. Deutlich wurde aber schon zu diesem Zeitpunkt eine klare Reboundüberlegenheit der Coburger, die sich allein im ersten Abschnitt 14 Abpraller sichern konnten, während auf der Gegenseite nur fünf zu Buche standen.

Der Spielverlauf änderte sich allerdings komplett im zweiten Viertel, denn nun zogen die Baunacher das Tempo an und verteidigten wesentlich aggressiver als zu Beginn. Bis zur 13. Minute lagen die Gastgeber noch mit 22:20 in Front, doch dann gelang ihnen in den nächsten sechs Spielminuten kein Korb mehr, sodass die Young Pikes nach einem 19:0 Lauf plötzlich mit 39:22 in Führung lagen. Vor allem Kapitän Marvin Heckel hatte das Spiel kontrolliert und nachdem sich die Coburger bis dahin schon elf Ballverluste geleistet hatten, ging es beim Stand von 25:39 in die Kabinen.

Wer nach dem Seitenwechsel mit einem Aufbäumen des BBC gerechnet hatte, musste sich eines Besseren belehren lassen, denn Moritz Plescher eröffnete dieses Viertel gleich mit einem Dreier und nun ergoss sich eine Serie dieser Distanzwürfe über die Einheimischen. Acht von elf Dreierversuchen verwandelten die Gäste allein in diesem Abschnitt und bauten ihren Vorsprung kontinuierlich aus. Neben Plescher trafen jetzt auch Nicholas Tischler und Leon Bulic sehr sicher. Beim Stand von 32:65 (26. Minute) ahnten wohl die meisten Zuschauer, wie diese Begegnung ausgehen würde und als nach dem dritten Abschnitt ein 36:79 von der Anzeigetafel leuchtete, glaubte eigentlich keiner der zahlreichen Fans in der Coburg Arena mehr an einen Heimsieg.

In den letzten zehn Minuten tat sich dann auch nicht mehr viel, denn die jungen Hechte schalteten im Gefühl des sicheren Sieges einen Gang zurück und leisteten sich einige überhastete Abschlüsse und Leichtsinnsfehler, sodass die Schützlinge von Ulf Schabacker noch etwas Ergebniskorrektur betreiben konnte, zu mehr reichte es allerdings nicht.

Baunachs Coach Mario Dugandzic freute sich nach dem Spiel: „Das war ein notwendiger Sieg, der der uns jetzt in die Position bringt, tatsächlich bessere Chance für die Play-offs zu haben. Wie wir im zweiten und vor allem dritten Viertel aufgetreten sind, das ist genau das, was wir eigentlich können. Da haben wir das Potenzial, was wir uns seit Anfang der Saison so ein bisschen erarbeitet haben, auch gezeigt. Natürlich hat die Tatsache, dass wir in der letzten Woche und heute fast komplett waren, sehr geholfen. Man hat genau gemerkt, dass es wieder interessant ist, mit Leon und mit Brandon Tischler in der Rotation zu spielen. Ich glaube, alle haben heute ordentlich abgeliefert, das hat mich total für die Jungs und für uns alle gefreut. Bis zum Beginn der Play-offs wird es jetzt sehr spannend.“ Damit sprach er das enge Tabellenmittelfeld in der Liga an. Zwei Spieltage vor Ende der Hauptrunde können sich noch die sechs Teams auf den Plätzen 5 bis 10 Chancen auf die Aufstiegsrunde ausrechnen, wobei die Baunacher noch einen Sieg brauchen, um wohl sicher dabei zu sein. Ansonsten wäre man auf die Schützenhilfe anderer Mannschaften angewiesen, was in dieser ausgeglichenen Liga schnell „ins Auge gehen“ kann. Einen großen Schritt könnte man jedoch schon am nächsten Samstag machen, sollte man das Nachholspiel in Ulm gewinnen.

BBC Coburg: Urbano (14/2 Dreier), Keita (14/1), Bär (10), Ebert (7/1), Perschnick (7), Lorber (4), Dippold (1), Herbst, Baric.

Baunach Young Pikes: N. Tischler (16/1), Heckel (15/3), Plescher (15/4), Bulic (13/2), Baggette (9/1), B. Tischler (7), Keppeler (7/1), Serie (6/1), Saffer (2), Überall, Mavridis.

BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB

BBC Coburg – Baunach Young Pikes 57:90

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Karin Eminger

Lockerer Heimsieg gegen Schwabing

Nach der knappen und ärgerlichen Niederlage beim VfL Treuchtlingen vor Wochenfrist waren die Breitengüßbacher Regionalliga-Basketballer auf Wiedergutmachung aus. Zu Gast war der punktgleiche Tabellendritte aus Schwabing, die man unbedingt bezwingen wollte. Als die Münchner knapp 55 Minuten vor Spielbeginn an der Hans-Jung-Halle ankamen, wunderten sich Verantwortliche und Spieler des TSV Tröster. Nicht Headcoach Robert Scheinberg und fast keine Spieler der ersten Mannschaft kamen zum Aufwärmen in die Halle. Bis auf zwei erfahrene Spieler stand die Bayernliga-Mannschaft mit Headcoach Oliver Bartels auf dem Parkett, da das NBBL-Team bei einem internationalen Turnier in Prag im Einsatz war. Trotzdem wollte man das Spiel seriös und ernst angehen.

Zum Start in die Begegnung spielten die Gastgeber eine sehr intensive Verteidigung, die schnell zu einigen Ballverlusten bei den Oberbayern führte. Die daraus folgenden Fastbreaks spielten die Männer von Headcoach Johannes Laub clever aus und punkteten durch Land, Jörg Dippold und Nieslon. Schwabing bekam offensiv gar keinen Rhythmus, lediglich Routinier Freer konnte mit drei Nahdistanzwürfen den Rückstand noch etwas in Grenzen halten. Güßbach wechselte bereits jetzt schon ordentlich durch, sodass jeder Spieler genug Einsatzzeit bekam. Dafür bedankten sich vor allem die jungen Fuchs, Will und Nieslon, die einige Würfe am Brett und aus der Distanz sicher versenken konnten. Dadurch führten die Gelbschwarzen nach zehn Minuten völlig verdient mit 27:12.

Im zweiten Spielabschnitt wollten die Hausherren dann schnell den Deckel auf diese Partie setzen. Sie verteidigten nochmal ein Stück intensiver, gaben den Gästen nur schwierige Würfe und konnten dadurch erneut etliche einfache Punkte aus dem Überzahlspiel erzielen. Im Gegensatz zur Vorwoche traf der TSV Tröster auch die Distanzwürfe durch Schröder, Land, Engel und Dirk Dippold im zweiten Viertel hochprozentig. Die überforderten Jungs aus der Landeshauptstadt hatten zu keinem Zeitpunkt der ersten Halbzeit etwas dagegenzusetzen, sodass es zur Halbzeit 52:21 stand und die Begegnung natürlich längst entschieden war.

Im dritten Viertel ging Breitengüßbach in der Verteidigung mit deutlich weniger Intensität zu Werke. Damit kamen die Gäste aus der Landeshauptstadt deutlich besser zurecht und konnten nun auch endlich mehrere einfachere Körbe erzielen. So versenkten Kuku und Saigge mehrere Würfe aus der Distanz und Schoentgen konnte sich am Korb mehrere Male durchsetzen. Die Güßbacher, die weiterhin viel durchwechselten, hielten allerdings dagegen und punkteten durch Hubatschek, Reichmann, Fuchs, Klaus und Lurz. Ein besonderes Highlight gab es noch für die Zuschauer als Youngster Nieslon einen Alley-oop krachend in den Korb des MTSV stopfte. Nach 30 Spielminuten stand es 87:45.

Im Schlussabschnitt plätscherte das Spiel dann vor sich hin. Beide Mannschaften reduzierten das Tempo und trafen nicht mehr so hochprozentig. Nachdem die Gäste wieder etwas näher herankamen, war es Guard Kilian Hubatschek der gleich zwei seiner seltenen Dreier hintereinander traf und somit den Vorsprung weiterhin über der 40 Punkte-Marke hielt. Schlussendlich gewann der TSV Tröster Breitengüßbach völlig verdient mit 104:63 und bleibt damit erster Verfolger von Tabellenführer hapa Ansbach.

Breitengüßbach: Land (19/1 Dreier), J. Dippold (15/1), Hubatschek (14/2), Nieslon (14), D. Dippold (9/1), Reichmann (9/1), Engel (6/2), Fuchs (5/1), Klaus (4), Lurz (3/1), Schröder (3/1), Will (3/1)

Jochen Hirmke, Florian Dörr

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