Radfahren ist hier keine Mutprobe mehr

Lange Zeit war er ein Traum, nun ist er bereits seit rund einem Jahr in Betrieb. Und seit Sonntag auch offiziell eingeweiht. Die Rede ist vom neuen Radweg, der Baunach und Lauter näher zusammenrücken lässt.

Viele Interessierte waren am Sonntag nach Appendorf gekommen, um der Segnung des neuen Radwegs zwischen Baunach und Appendorf beizuwohnen. Gemeindereferentin Ulrike Lebert übernahm diese Aufgabe und sprach den kirchlichen Segen aus. Währenddessen passierten zahlreiche Radfahrerinnen und Radfahrer den durch ein gelbes Band abgesperrten Weg – schauten interessiert, was hier gerade passiert oder verweilten auch einige Minuten. Dann durchschnitten die Vertreterinnen und Vertreter aus der Politik das Band und gaben den Weg damit wieder frei.

„Früher war das Fahrradfahren hier eine Mutprobe“, erläuterte Lauters Bürgermeister Ronny Beck im Rahmen der Grußworte. Denn die Staatsstraße 2277 zwischen Baunach und Appendorf weist zahlreiche Kurven und Steigungen auf, nicht immer ist sie übersichtlich. Nun schafft der Radweg hier Abhilfe. Beck bedankte sich bei den Grundstückseigentümern, ohne die der Bau nicht möglich gewesen wäre. Zeitweise habe der Radweg auf der Kippe gestanden, letztendlich habe man sich aber einigen können. Auch an die früheren Bürgermeister Ekkehard Hojer (Baunach) und Armin Postler (Lauter) ging ein Dankeschön, da sie den Radweg in ihren Amtszeiten angestoßen hatten. Und auch Landrat Johann Kalb, den Landtagsabgeordneten Holger Dremel und die Bundestagsabgeordnete Emmi Zeulner schloss Beck ein – sie hatten sich für Fördergelder stark gemacht.

Straße muss noch überarbeitet werden

Nach rund einem Jahr Bauzeit wurde der Radweg am 27. Mai 2021 freigegeben. Die Kosten lagen bei 2,6 Millionen Euro inklusive dem Grunderwerb. Noch nicht enthalten seien die notwendigen Ausgleichsmaßnahmen, so Beck. Rund eine Million Euro fließt an Fördergeldern. Die nicht durch Förderung abgedeckten Kosten teilen sich Baunach und Lauter auf (90 Prozent Baunach, zehn Prozent Lauter, nach Streckenverlauf auf dem Gemeindegebiet). Die Kostenmehrung (zunächst geschätzt waren 1,4 Millionen Euro) kam auch durch zunächst nicht geplante Maßnahmen wie den Bau beziehungsweise die Ertüchtigung von Entwässerungseinrichtungen zustande. Denn ohne diese Arbeiten hätte der Radweg bei der noch anstehenden Sanierung der Staatsstraße wieder angegriffen werden müssen.

Auf diese Sanierung, die eigentlich zusammen mit dem Bau des Radwegs zugesagt worden war, warten Baunach und Lauter aber noch immer. Bisher fehle es an der Planung und auch den Geldmitteln. Zuständig für die Sanierung ist das Staatliche Bauamt.

Beck gab abschließend einen Ausblick. Logische Fortsetzung der Radwegeführung wäre ein Radweg Richtung Oberhaid. Landrat Johann Kalb sagte zu, an dem Thema dranzubleiben, schließlich solle der Radverkehr weiter gefördert werden. „Der Landkreis versucht möglichst viele Radwege zu initiieren. Wir sind hier auf einem guten Weg.“


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