Pferdehof sorgt weiterhin für Diskussionen

Eigentlich ist die Sonderbaufläche für den neuen Pferdehof des Vereins „Pferdepartner Franken“ seit 2018 genehmigt. Änderungen und Ergänzungen brachten das Thema erneut in den Stadtrat. Interessantes gab es auch im Kurzbericht des Bürgermeisters – unter anderem eine mögliche Sperrung der B279 für eine Brückensanierung.

Schon seit mehreren Jahren taucht der geplante Umzug des Pferdehofs immer wieder im Stadtrat auf. Die Änderung des Flächennutzungsplans aufgrund von notwendigen Ergänzungen sowie der vorhabenbezogene Bebauungsplan, für den ein Vorentwurf für die Gestaltung des Pferdehofs und seiner Anlagen vorlag, waren Themen in der Stadtratssitzung vom 6. Juli 2021.

Zu diesem Tagesordnungspunkt begrüßte Bürgermeister Tobias Roppelt Kai Kutzner von der Planungsgruppe Strunz. Der erläuterte die nun folgenden Schritte: Es werde als erstes die Billigung des Entwurfes und der Beschluss zur öffentlichen Auslegung gefasst. Als nächstes werde es eine weitere öffentliche Auslegung mit Beteiligung der Behörden und Träger öffentlicher Belange geben. Parallel dazu werde der Durchführungsvertrag auf Grundlage des beschlossenen Entwurfs erarbeitet. Dieser Durchführungsvertrag müsse dann vor Satzungsbeschluss beschlossen werden und unterschrieben vorliegen. Im Anschluss daran könne der Verein „Pferdepartner Franken“ einen Bauantrag stellen, der dann im Bauausschuss behandelt werden müsse. Danach werde er zur endgültigen Genehmigung der unteren Baubehörde im Landratsamt Bamberg vorgelegt. Die gesamten Kosten dieses Verfahrens trage der Vorhabenträger „Pferdepartner Franken“.

Erneut waren aus der Öffentlichkeit mehrere Einwendungen eingegangen. Neben der schon mehrfach geäußerten Kritik zur Lage des Geländes, beanstandet wird die Nähe zur Wohnbebauung, wurden dem Verein unter anderem Gewinnmaximierung sowie die Gefährdung des Tierwohls vorgeworfen. Die Stadt Baunach stellte in der Ausarbeitung der Beschlussvorschläge fest, dass „Pferdepartner Franken“ ein gemeinnütziger Verein sei, der zudem bereits für seine Arbeit ausgezeichnet wurde. Außerdem sei das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) Ansbach mit dem Fachzentrum Pferdehaltung am Verfahren beteiligt, die Sicherstellung des Tierwohls unterliege damit einer behördlichen Prüfung. Das AELF sah in seiner Stellungnahme keine Bedenken, wenn beim Bauvorhaben diverse Vorgaben berücksichtigt werden. Dies wird dann die Detailplanung zeigen. Der Pferdehof sei zudem ausreichend von der nächsten Wohnbebauung entfernt.

Mit zwölf zu drei Stimmen gab der Stadtrat grünes Licht für den Entwurf zum vorhabenbezogenen Bebauungsplan. Auch die Änderung des Flächennutzungsplans wurde positiv beschieden (ebenfalls mit zwölf zu drei Stimmen).

Kulturgenossenschaft wird aufgelöst

Beschlossen wurde in der Sitzung auch der vorhabenbezogene Bebauungsplan „Solarpark Breites Feld“ in Priegendorf. Einstimmig fiel zudem der Beschluss, der Auflösung des Wasser- und Bodenverbands „Kulturgenossenschaft der Hutz -und Hörlachwiesen in der Gemarkung Baunach“ zuzustimmen. Dieser bewirtschaftete einst den Bereich zwischen der B279 und der Baunach zwischen dem Ortsende Baunach und der Abzweigung nach Dorgendorf. Hintergrund der durch das Landratsamt angestoßenen Auflösung ist eine geplante Maßnahme des Wasserwirtschaftsamtes zur Verbesserung der Durchgängigkeit der Baunach, mit der das vorhandene Wehr rückgebaut werden soll.

Lauter-Brücke, Stufenburg, Auszeichnung

In seinem Kurzbericht gab Bürgermeister Tobias Roppelt mehrere Informationen weiter. So beabsichtige die Straßenbauverwaltung in absehbarer Zeit an der Brücke über die Lauter (Bundesstraße 279) aufgrund festgestellten Bauwerksschäden eine Teilsanierung des bestehenden Gewölbebauwerkes. „In der Vergangenheit sind hier auch im Asphaltbereich regelmäßig Straßenschäden aufgetreten, auf die das staatliche Bauamt ausdrücklich hingewiesen wurde“, so Roppelt. Die Arbeiten müssten unter vollständiger Sperrung der B279 für den überregionalen Verkehr erfolgen. Für den Anliegerverkehr wäre dabei eine innerörtliche Umleitungsstrecke vorgesehen. Ein genauer Termin ist noch nicht bekannt.

Vom 30. August bis 10. September 2021 findet auf Initiative des Arbeitskreises Stufenburg, einer Gruppierung der Frankenbundgruppe Baunach, in Zusammenarbeit mit der Universität Bamberg eine geophysikalische Prospektion des Areals rund um die Stufenburg statt. Die baulichen Reste werden hier erfasst und in ihren Dimensionen dokumentiert. Ehrenamtliche und geschichtsbewusste Bürger sind willkommen und können sich gerne mit den Verantwortlichen des Frankenbundes in Verbindung setzen. Roppelt bedankte sich bereits jetzt bei den Ehrenamtlichen für ihre Arbeit. „Die Stadt Baunach unterstützt dieses Vorhaben sehr gerne. Wir wollen die Bevölkerung und insbesondere auch interessierte junge Leute gerne mit einbinden und informieren.“

Bei einem Festakt der Regierung von Oberfranken in Bayreuth wurde dem ehemaligen Bürgermeister Ekkehard Hojer die Medaille für besondere Verdienste um die kommunale Selbstverwaltung überreicht. Die Auszeichnung, welche seit 1966 vom Bayerischen Staatsministerium des Inneren verliehen wird, würdigt Mandatsträger für langjähriges verdienstvolles Wirken in den Kommunen. Ekkehard Hojer war insgesamt 24 Jahre im Stadtrat Baunach tätig, davon 18 Jahre als erster Bürgermeister.

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