Breitengüßbach bleibt erster Verfolger

Veröffentlicht am 25. November 2019 von Redaktion
Logopädie Scheßlitz


Nach einer spannenden und kampfbetonten Partie in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB unterlagen die Baunach Young Pikes vor 300 Zuschauern mit 85:92 nach Verlängerung gegen die Gießen 46ers Rackelos. Nach dem 10. Spieltag liegen die Baunacher jetzt mit sieben Siegen und drei Niederlagen auf dem dritten Tabellenplatz. Der TSV Tröster Breitengüßbach besiegte am vergangenen Samstag im Heimspiel in der Hans-Jung-Halle die Longhorns Herzogenaurach mit 103:63 und verteidigt damit den zweiten Tabellenplatz.

 

Knappe Heimniederlage nach Verlängerung

Den besseren Start in die Begegnung hatten die Hessen zu verzeichnen, denn sie zogen nach drei Minuten mit 9:5 in Front. Die Gastgeber antworteten mit einem 6:0-Lauf und nach zehn Minuten war die Partie beim Stand von 21:21 wieder völlig ausgeglichen.

In den zweiten Abschnitt kamen dann die Baunacher bessser, da sie durch Brandon Tischler und Moritz Plescher in der 14. Minute mit 28:24 in Führung gingen. Als in der 16. Minute Gießens Topscorer Wyatt Lohaus mit vier Fouls ausgewechselt werden musste, dachten schon einige Zuschauer an einen Durchmarsch, doch bis zur Pause war die Begegnung beim Stand von 36:36 immer noch völlig offen.

Die Gießener hatten ihre beste Phase nach der Pause zu verzeichnen, denn jetzt spielten sie konsequent ihre körperliche Überlegenheit durch Johannes Lischka und Philipp Krämer aus und zogen nach dem dritten Abschnitt mit 60:52 davon. Ein weiterer Grund für den Baunacher Rückstand war auch die schwache Dreierquote von nur 27 Prozent (3 von 11) und an der Freiwurflinie ließen die Young Pikes ebenfalls einiges liegen (5 von 9).

Diesen Vorsprung bauten die Gäste gleich zu Beginn des vierten Viertels weiter aus und zogen nach einem Dreipunktespiel von Krämer erstmals zweistellig mit 63:52 in Front. Dieser Vorsprung blieb bis drei Minuten vor Schluss (64:75) erhalten, so dass alles nach einem Erfolg der Rackelos aussah. Nach einer Auszeit aber stellte Baunach Coach Mario Dugandzic die Abwehr um und mit der nun folgenden wechselnden Verteidigung hatten die Hessen ihre Probleme. Endlich fielen auch einige Dreier und Mateo Seric, der lange gebraucht hatte, um ins Spiel zu finden, war jetzt nicht zu stoppen. 22 Sekunden vor der Sirene konnte Moritz Plescher mit einem Dreier zum 76:75 nach langer Zeit wieder eine Führung für Baunach herstellen. Im Gegenzug gab es ein Foul gegen Leon Okpara, der an die Linie musste. Die Hessen hatten bis zu diesem Zeitpunkt 19 ihrer 20 Freiwürfe getroffen, doch ausgerechnet jetzt bei noch 5,5 Sekunden Spielzeit zitterte das Händchen bei Okpara, sodass er nur den zweiten Freiwurf zum Ausgleich unterbringen konnte. Den letzten Baunacher Angriff gelang es sogar  Elias Baggette mit einem Floater aus der Halbdistanz erfolgversprechend abschließen und der Ball tänzelte lange auf dem Ring, bevor er doch daneben ging.

In der nun folgenden Verlängerung konnten die Oberfranken nur zu Beginn durch Baggette noch einmal mit 78:76 in Führung gehen, dann übernahm Gießen erneut das Zepter und baute die Führung nach drei Minuten auf 86:82 wieder aus. In der Schlussphase versuchten die Gastgeber zwar noch einmal alles, da aber die Gießener kaum Schwächen von der Freiwurflinie zeigten, durften sie letztendlich einen verdienten 92:85-Erfolg feiern. Das sah auch Mario Dugandzic so: „Natürlich ist so eine Niederlage auf diese Art und Weise sehr schmerzhaft. Aber wir hätten es eigentlich auch nicht verdient gehabt zu gewinnen, denn wir sind von Anfang an zu lethargisch gestartet und hatten zu viele individuelle Fehler zu verzeichnen. Nach der Pause hat uns vor allem Lischka sehr wehgetan. Dass wir am Ende noch einmal heran kamen, spricht für den Charakter der Mannschaft,. Die Jungs müssen aber erkennen, dass man so nicht in ein Spiel gehen kann, wenn man am Ende gewinnen will.“ Vielleicht kommt den Baunachern jetzt die Spielpause am nächsten Wochenende gelegen, um die Akkus wieder aufzuladen, bevor es am 7. Dezember in Oberhaching weitergeht.

Baunach Young Pikes: Seric ( 20 Punkte/2 Dreier), Baggette (16), Heckel (14/2), Plescher (11/3), B. Tischler (10), Bulic (4), Keppeler (4), N. Tischler (4), Saffer (2), Edwardsson, Brevet.

Gießen 46ers Rackelos: Krämer (21), Lischka (20), Okpara (18/3), Lohaus (11/1), Uhlemann (9/1), Pesava (7/1), Köpple (6/1), Schweizer, Brach.

Zuschauer: 300

2. Basketball Bundesliga

Baunach Young Pikes –  Depant GIESSEN 46ers Rackelos   85:92 n.V.

 

Nach der Halbzeit aufgedreht

Ohne die beiden Aufbauspieler Alex Engel und Matthew Will musste Headcoach Johannes Laub ins Spiel gegen seinen Kumpel und Ex-TSV-Trainer Nikola Jocic gehen. Die Longhorns, die in der Vorwoche noch völlig überraschend gegen den TTL Basketball Bamberg gewannen, wollten auch in Breitengüßbach etwas zählbares mitnehmen. Zu Beginn der Partie standen für die Hausherren Hubatschek, Schröder, Jörg Dippold, Nieslon und Land auf dem Parkett. Nach nervösem Beginn dauerte es fast zweieinhalb Spielminuten bis die Tröster-Truppe ihre ersten Zähler erzielen konnte. Die Mittelfranken fanden dabei etwas besser ins Spiel und führten nach drei Minuten mit 4:7. Danach stellten die Güßbacher die Verteidigung etwas um, was zu Ballverlusten und schlechter Wurfauswahl beim Gegner führte. Hubatschek besorgte kurze Zeit später per Fastbreak die erste TSV-Führung, die Fuchs, Klaus und Nieslon bis zur fünften Spielminute auf 15:7 ausbauten. Anschließend schlichen sich im Spiel der Gelbschwarzen leider einige Fehler ein, sodass Herzogenaurach bis zum Viertelende durch Nakic, Hall und Stefanovic auf 22:21 verkürzen konnte.

Im zweiten Spielabschnitt gingen die Mittelfranken nochmal kurzzeitig in Führung, ehe Breitengüßbach dann in der Verteidigung deutlich engagierter und intensiver agierte. Fünf Zähler von Land und vier weitere Punkte von Jörg Dippold brachten den Gastgebern eine 31:23-Führung und zwangen Headcoach Jocic zu einer Auszeit. Danach fanden die Longhorns zwar ihren offensiven Rhythmus wieder, konnten aber in der Defensive Breitengüßbach nicht stoppen. Kaiser, Stefanovic und Nakic brachten ihre Würfe im TSV-Korb unter, während auf der anderen Seite Fuchs, Jörg & Dirk Dippold und Wagner trafen. Zwei Reichmann-Dreier zum Ende der ersten Halbzeit besorgten ein 46:35 nach 20 Spielminuten. Hätte der TSV Tröster dem Gegner nicht so viele zweite Wurfchancen gegeben, wäre der Vorsprung noch deutlicher ausgefallen.

Im dritten Viertel wurde das dann umgesetzt. Land war zu Beginn der zweiten Halbzeit von Herzogenaurach nicht zu stoppen und versenkte drei Würfe nacheinander. Zwar traf Hall zwei Mal aus der Distanz, doch davon ließen sich die Oberfranken nicht beirren. Der TSV dominierte weiterhin mit Nieslon, Land und Reichmann die Bretter, sodass der Vorsprung immer weiter anwuchs, 56:40. Jocic nahm zwei Auszeiten innerhalb von zwei Minuten, die die Güßbacher auch nicht aufhielten. Fuchs, Jörg Dippold, Nieslon und acht Zähler von Schröder entschieden das Spiel endgültig. Nach 30 Spielminuten führten die Hausherren völlig verdient mit 75:44.

Im Schlussabschnitt schonte Laub seine Leistungsträger und gab jedem Spieler genug Einsatzzeit. Land, Reichmann und Dirk Dippold versenkten gleich drei Dreier und kurze Zeit später knackte Nieslon von der Freiwurflinie die 40-Punkte-Führung, 89:49. Das Spiel war natürlich längst entschieden. Ein Highlight kurz vor dem Ende war als Youngster Lurz einen Dreier traf und damit die 100 Punkte vollmachte. Schlussendlich gewann der TSV Tröster Breitengüßbach völlig verdient mit 103:63 und bleibt damit erster Verfolger von Tabellenführer hapa Ansbach.

Breitengüßbach: J. Dippold (18/2 Dreier), Land (16/2), D. Dippold (12/2), Nieslon (12), Reichmann (12/2), Schröder (8/2), Fuchs (7), Klaus (7), Hubatschek (4), Wagner (4), Lurz (3/1)

Jochen Hirmke, Florian Dörr

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