Veränderungen bei den Straßen und der Glasfaserausbau

Die Infrastruktur stand im Mittelpunkt der jüngsten Sitzung des Zapfendorfer Marktgemeinderates. Zum einen ging es um die Westtangente, deren Bau voll im Zeitplan liegt. Zum anderen war der Breitbandausbau Thema – und die Frage, wie es hier mit dem Glasfasernetz aussieht.

Bisher führt die Staatsstraße 2197 mitten durch Zapfendorf. Das soll sich aber schnellstmöglich ändern, wenn die aktuell im Bau befindliche Westtangente einmal fertiggestellt und für den Verkehr freigegeben ist. Dazu schließt der Markt nun eine Umstufungsvereinbarung mit dem Freistaat Bayern – und übernimmt damit den Teil der bisherigen St 2197 von der Kreuzung mitten im Ort an der Kirche bis zum Kreisverkehr Nord. Die „Hauptstraße“ wird damit zur Ortsstraße. Im Gegenzug bekommt der Freistaat Bayern das bereits fertiggestellte Teilstücke der Westtangente vom Kreisverkehr Nord bis zur Mainstraße.

Für die Hauptstraße habe bereits vor einiger Zeit eine Begehung mit dem Staatlichen Bauamt stattgefunden, erklärte Bürgermeister Michael Senger. Eine neue Straßendecke vor der Übergabe an die Gemeinde aufzubringen, mache keinen Sinn, da hier bald Wasserleitungs- und Kanalsanierungen anstünden. Somit wird der Freistaat an die Gemeinde eine Ablösesumme zahlen, die laut aktuellem Stand bei 315.000 Euro liegt. Es gelte hier aber nachzuverhandeln, da sicher nicht mit den aktuellen Preisen kalkuliert worden sei. Der Gemeinderat gab einstimmig grünes Licht.

Eine vergleichbare Vereinbarung wird auch zwischen dem Freistaat Bayern und dem Landkreis Bamberg geschlossen. Denn der Bereich der St 2197 von der Kreuzung im Ort bis zum Kreisverkehr Süd, die Bamberger Straße, wird zur Kreisstraße abgestuft werden.

Die Baustelle Westtangente Mitte September. Rechts außen die Zapfendorfer Kläranlage.

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Karin Eminger

Glasfaser bis ins Haus

Zur Infrastruktur gehören nicht nur Straßen, sondern längst auch Telekommunikationsleitungen. Breitband und Glasfaser sind hier die Stichwörter. In den vergangenen Monaten hätten sich einige Anbieter bei der Gemeinde vorgestellt, die einen Ausbau tätigen würden, dafür aber eine bestimmte Anzahl an Kunden vorab benötigen. Interessanter sei daher, auf den Ausbau durch die Telekom beziehungsweise dem Unternehmen GlasfaserPlus, an dem die Telekom beteiligt ist, zu warten, erläuterte Bürgermeister Senger.

Beginn könnte im Jahr 2024 mit dem Hauptort Zapfendorf sein. Geplant ist ein Ausbau bis in die Gebäude (Fibre-to-the-Home, FTTH). In anderen Kommunen, wo ähnliche Projekte laufen, fallen dafür zunächst für die Hauseigentümer keine Kosten an, bei Nutzung eines Glasfasertarifs allerdings wird eine einmalige Freischaltgebühr erhoben, laut einem Beitrag auf dem Technikportal teltarif.de beträgt diese rund 800 Euro. Im Gegensatz zum Ausbau durch einen anderen Anbieter hat die Telekom-Lösung den Vorteil, dass die Kundinnen und Kunden später Wahlfreiheit beim Anbieter haben.

Gemeinderat Andreas Hofmann (Zukunft Zapfendorf, ZuZ) begrüßte das Projekt generell, meinte aber, ihn störe, dass der Ausbau sich vorerst nur auf Zapfendorf beziehe. „Es sollten überall die gleichen Voraussetzungen geschaffen werden“, meinte Hofmann. Bürgermeister Senger wurde beauftragt, noch einmal nachzuverhandeln.

Neues Gemeinderatsmitglied

In der Sitzung vereidigt wurde Neu-Gemeinderat Christian Hemmer (ZuZ). Er folgt auf Stefanie Fischer, die aus privaten Gründen aus dem Gremium ausgeschieden war. Zur neuen Jugendbeauftragten wurde Mona Bahr (ZuZ) bestellt.

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