Nicht immer ging es sportlich fair zu

Veröffentlicht am 27. Januar 2014 von Redaktion

Manchmal ist es schon verzwickt mit den Schiedsrichter-Entscheidungen. Das mussten auch die Basketballer aus Baunach bei ihrem Auswärtsspiel in Leipzig erfahren. Am Ende stand einer Niederlage auf der Anzeigetafel. Auch die Rattelsdorfer Independents konnten in Gotha wenig ausrichten, die Breitengüßbacher feierten immerhin ihren ersten Sieg in 2014 – in der Verlängerung.

Nichts zu holen in Leipzig

Erneut mussten die Baunacher eine Niederlage gegen eines der Top-Teams der Liga einstecken. Gegen den Tabellendritten, die Uni-Riesen Leipzig, setzte es eine am Ende recht deutliche 93:72 Niederlage. Sicherlich geht der Erfolg der Gastgeber, die nach ihrer letzten Schlappe mit allen Mitteln um Wiedergutmachung bemüht waren, in Ordnung, aber die Bedingungen, unter denen die Begegnung ablief, war alles andere als sportlich fair. Die Jungs von Ivan Pavic rutschen damit auf den 10. Tabellenplatz und müssen aufpassen, dass sie den Anschluss an die Play-Off-Plätze nicht verlieren.

Ohne Daniel Schmidt, der verletzungsbedingt nicht mitwirken konnte, tat man sich von Beginn an schwer gegen die gut stehende Verteidigung der Sachsen. Die erfahrenen Gastgeber wussten bestens mit der harten Gangart, die die Schiedsrichter zuließen, umzugehen und konnten sich durch den treffsicheren Spalke so nach dem 1. Viertel bereits bis auf 22:14 absetzen. Dieser Vorsprung wuchs bis zur Halbzeitpause bis auf 44:33 an, vor allem da die jungen Oberfranken von ihren 15 Dreierversuche nur zwei verwerten konnten (insgesamt Dreierquote: 16 Prozent) und acht Ballverluste zu verzeichnen hatten.

Auch zu Beginn der 2. Hälfte änderte sich der Spielverlauf nicht wesentlich. Baunach versuchte alles, doch Leipzig hatte stets die richtige Antwort parat. So sah man sich in der 24. Minute nach Treffern des routinierten Vierneisel bereits mit 57:41 im Rückstand. Ein Dreier von Marcos Knight und ein Schnellangriff von Steffen Walde brachte die Grün-Weißen aber wieder auf 50:62 heran. Als dann Jörg Dippold einen Dreier nachlegte, war Leipzig Trainer Martin Scholz beim Stand von 53:62 zu einer Auszeit gezwungen. Man schaffte es in der Folge allerdings nicht, die Riesen in den letzten Angriffen am Korberfolg zu hindern, so dass vor den letzten zehn Minuten wieder ein 55:69 Rückstand an der Anzeigetafel der großen ARENA in Leipzig leuchtete. Knight und Dippold verkürzten zwar nochmals auf 58:69, näher ließen die hart verteidigenden Gastgeber die Baunacher aber nicht herankommen. So wuchs der Rückstand am Ende bis auf 94:73 an, da den tapfer kämpfenden Gästen die Kraft und auch der Glaube fehlten, die Begegnung noch kippen zu können. Letztendlich geht der Sieg der Leipziger in Ordnung, auch wenn er am Ende viel zu deutlich ausgefallen ist. Negative Begleitumstände wie ein teilweise überfordertes Kampfgericht und ein Hallensprecher, der bei Freiwürfen der BCM-Truppe mit unsportlichen Ansagen glänzte, machen diese Niederlage noch bitterer.

Coach Ivan Pavic war dann auch nach dem Spiel sichtlich bedient:  “Heute wurde uns übel mitgespielt, das hat die Mannschaft nicht verdient. Auf diesem Niveau darf es nicht sein, dass so etwas passiert. Natürlich haben wir auch als Team Fehler gemacht, die uns den Sieg gekostet haben, aber es sollten doch beide Teams die gleiche Chance haben ein Spiel zu gewinnen.“ Obwohl die nächste Aufgabe am kommenden Sonntag (verlegt auf 17 Uhr!) gegen Spitzenreiter Hanau wohl kaum leichter wird, müssen die Baunacher unbedingt wieder in die Erfolgsspur zurückfinden, um eine Teilnahme an der nervenaufreibenden Abstiegsrunde zu vermeiden.

Bike-Cafe Messingschlager Baunach: Knight 16, Dippold 10, Stabler 10, Walde 10, Engel 9, Thiemann 7, Kratzer 4, Dizdarevic 4, Obst 3, McDuffie.

Uni-Riesen Leipzig: Vierneisel 29, Spalke 23, Tyrna 18, Flores 9, Schmidt 5, Macevicius 5, Heimrich 3, Hohlfeld 1, Ackermann 1, Duku.

Zuschauer: 698

2. Bundesliga ProB

Uni-Riesen Leipzig – Bike-Cafe Messingschlager Baunach    92:73

 

Erster Sieg in 2014

Nach einem Samstags-Abend Krimi in der Hans-Jung-Halle dürfen sich Breitengüßbachs Regionalliga-Basketballer über den ersten Sieg des Jahres 2014 freuen. Gegen den TSV Oberhaching setzten sich die Jungs des Trainergespanns Petrick/Kositz/Hwastunow überraschend mit 89:82 nach Verlängerung durch und haben damit endlich den erhofften Sieg gegen ein Spitzenteam geschafft.

Dabei sah es zunächst so aus, als würde man erneut den Kürzeren ziehen, da man eigentlich ab der 6. Minute (7:14) stets einem Rückstand hinterherlief. Immer dann, wenn man drauf und dran war, wieder den Anschluss zu finden, trafen die Gäste einen Dreier oder vollstreckten mit Ablauf der 24-Sekunden-Uhr. Zur Pause lag man mit nach wie vor sieben Punkten Rückstand aber weiter in Reichweite.

In die zweite Halbzeit starteten die Breitengüßbacher diesmal aber konzentrierter als im ersten Heimspiel des Jahres gegen Vilsbiburg, als man im dritten Viertel regelrecht eingebrochen war. Robert Zinn, der mit zwölf Assists seine Spielübersicht unter Beweis stellen konnte, übernahm nun teilweise mit Erfolg die Spielmacherposition, unter den Körben räumten Ivan Derman (12 Rebounds) und Chris Wolf (14), die beide wegen der hohen Foulbelastung von Wagner lange am Parkett Tandem, kräftig auf. Und endlich, nach 35 Minuten, ging der TSV Tröster nach einem Dreier von Derman in Führung, doch nochmals wusste Oberhaching zu kontern. Sieben Zähler holten die Oberfranken dank Treffern von Derman und Zinn in der Schlussphase auf, gingen kurz vor dem Ende mit 75:74 in Front, um sich dann mit einem Foul fast um die eigenen Meriten zu bringen. Wohlers konnte jedoch nur einen von zwei Freiwürfen verwandeln, so dass es in die Verlängerung ging.

Dort hatte der TSV Tröster dann den längeren Atem. In der Veteidigng standen die Güßbacher ihren Gegenspielern ständig auf den Füßen und ließen so in den fünf Zusatzminuten nur noch sieben Zähler zu und konnten am Ende einen 89:82-Sieg gegen die Oberbayern bejubeln.

TSV Tröster Breitengüßbach: Derman (26), Wolf (18), Zinn (16), Dipold (11), Jefferson (4), Wagner (4), Völkl (3), Kunz (3), Keppeler (2), Taras (2), Kohn.   TSV Oberhaching; Först (14), Wohlers (14), Gotzler (11), Börstler (10), Ebertz (8), Atoberhan (8), Nibler (6), Weiß (4), Eschenburg (4), Grujic (3), Schmidbauer, Wagner.   Zuschauer: 120

regionalliga Südost Herren TSV Breitengüßbach – TSV Oberhaching: 89:82n.v.

 

Deutliche Niederlage für Rattelsdorf

Die Überraschung wollte nicht gelingen. Im Auswärtsspiel bei der ProA-Reserve aus Gotha setzte es für die Independents aus Rattelsdorf eine deutliche 84-124 Niederlage in Gotha. Zu Beginn des Spiels wirkten die Gäste etwas müde und fanden nicht richtig in ihr Spiel in der etwas kalten Halle. Man merkt schon sofort im ersten Viertel, wer diesem Spiel seinen Stempel aufdrücken will. Tatum, der US Amerikaner im Dienste der Thüringer, traf aus allen Lagen und führte sein Team immer wieder erfolgreich an. Im Gegenzug entwickelten die Independents nicht den Teamgeist, der heute nötig war, um in Gotha zu bestehen.

Eine teilweise nicht vorhandenen Verteidigung ermöglichte den Gastgebern immer wieder leichte Schnellangriffe, welche diese Konzentriert am Brett vollendeten. Den jungen Ratterlsdorfern gelang kein richtiger Zugriff in der Verteidigung und somit merkte man den Gästen den Frust an, und Frust ist nicht gut für ein Spiel. Mit der Brechstange und mit dem Kopf durch die Wand gelang kein Erfolg mehr. Im Gegenzug erhöhte Gotha immer mehr den Druck und steckte das ganze Spiel nicht zurück. Am Ende eine deutliche, aber verdiente Niederlage, welche den Rattelsdorfern zeigt, dass, nach den ersten zwei Siegen im Jahr 2014, der Rest der Saisonspiele kein Selbstläufer wird. Jetzt werden Coach Sippach und die Jungs an den Fehlern des Spiels arbeiten und vor Allem wieder das Teamgefüge in Angriff und Verteidigung forcieren.

Punktverteilung Rattelsdorf: Boucher, J. (29/5); Bondar, A. (17/3); Slabu, S. (11/1); Thiem, M. (10/1); Reinfelder, S. (6); Wudi, Y. (4); Endres, C. (2); Seemüller, A. (2); Tomaszek, M. (2); Stretz, T. (1); Rennert, N.

Joachim Hirmke, Astrid Madinger, Andy Sippach

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