Wasserleitungen, Sportpark und neue Beauftragte

Veröffentlicht am 12. Juni 2020 von Johannes Michel

Neben dem Thema Schwimmbad-Öffnung (siehe eigener Artikel) hatte der Zapfendorfer Gemeinderat weitere Themen zu bearbeiten. Auf der Agenda standen unter anderem Entscheidungen zum Sportpark, zur Bestellung eines Jugendbeauftragten und Informationen zur geplanten Sanierung der Trinkwasserleitungen.

Auf einer Länge von fast sechs Kilometern sollen in Zapfendorf, Lauf und Unterleiterbach in diesem und im kommenden Jahr die Haupt-Trinkwasserleitungen ausgetauscht werden. Manuel Kellner vom beauftragten Planungsbüro erläuterte dazu in der Sitzung des Gemeinderats vom 4. Juni 2020 die Details. Die Bauleistungen wurden in vier Lose aufgeteilt (Zapfendorf Nord, Zapfendorf Süd, Lauf, Unterleiterbach), die Baufirmen können also für einzelne Abschnitte Angebote abgeben. Nach Prüfung der bis zum 9. Juli abgegebenen Angebote soll Mitte Juli dann die Auftragsvergabe erfolgen, so dass von August 2020 bis Oktober 2021 die Arbeiten stattfinden können. Vor Beginn und während der Bauausführung sollen auch mit den Anliegern der jeweils betroffenen Straßenzüge und Besprechungstermine vor Ort stattfinden, damit die Einschränkungen besprochen werden können. Beispielsweise wird es dabei um die Zufahrt zu den Grundstücken gehen.

Im Norden von Zapfendorf laufen seit einigen Monaten die Bauarbeiten für das Kunstrasenspielfeld. Parallel zu den Arbeiten am Sportplatz wurde von der Gemeindeverwaltung ein Angebot für die Instandsetzung des Festplatzes mit der zugehörigen Auffahrt und Parkflächen eingeholt, Kosten: 23.000 Euro. Zwischen dem neuen Spielfeld und dem Kreisverkehr im Norden hat die Baufirma allerdings eine verdichtete Fläche mit Feinplanie erstellt, nicht wie im Leistungsverzeichnis beauftragt mit Rohplanie. Nachdem die Baumaßnahme bei einem Ortstermin dennoch als gut befunden wurde, stellte sich für die Gemeinderäte die Frage, ob der vorgesehene zweite Teilbauabschnitt mit der Herstellung von gepflasterten Kfz-Stellplätzen mit Bäumen und Eingrünung (Kostenberechnung der Architekten: 430.000 Euro) tatsächlich hergestellt werden soll – oder ob Schotterflächen für den Parkbereich nicht ausreichend wären und die Randbereiche mit Rasenansaat nicht ebenfalls möglich wären (Kosten: ca. 80.000 Euro). Einstimmig entschied sich der Gemeinderat dafür, diese Alternativlösung umzusetzen.

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Rabea Augustin neue Jugendbeauftragte

Nachdem in der konstituierenden Sitzung der Posten des Jugendbeauftragten unbesetzt geblieben war, schlug Gemeinderätin Mona Bahr (Zukunft Zapfendorf, ZuZ) Rabea Augustin (keine Gemeinderätin)vor, als Stellvertreterin könnte Gemeinderätin Stefanie Fischer (ZuZ) agieren, um eine Verbindung zum Gremium herzustellen. Diese Vorschläge fanden einstimmige Zustimmung. Als stellvertretende Senioren- und Behindertenbeauftragte wurde Kirstin Hoh bestimmt, Klara Ott war bereits in der konstituierenden Sitzung zur Senioren- und Behindertenbeauftragen gewählt worden.

Genehmigt wurden vom Gemeinderat Maßnahmen die Biogas Oberleiterbach GmbH betreffend. So soll die Drosselung des bestehenden Blockheizkraftwerkes aufgehoben werden, zudem ein neues Blockheizkraftwerk ins bestehende Gebäude eingebaut und das Substrat angepasst werden. Die Leistung übersteigt damit ein Megawatt, weshalb eine immissionsschutzrechtliche Genehmigung notwendig wird. Die Stellungnahme der Gemeinde dazu hatte bereits am 19. März der damalige zweite Bürgermeister Andreas Schonath abgegeben, da aufgrund der Corona-Pandemie eine Behandlung in der gesetzten zeitlichen Frist im Gemeinderat nicht möglich gewesen wäre. Diese Stellungnahme wurde nun nachträglich einstimmig abgesegnet.

Ebenfalls einstimmig bestätigte das Gremium den Wunsch der Feuerwehr Zapfendorf, einen weiteren stellvertretenden Kommandanten zuzulassen. Somit hat die Feuerwehr mit dem am 25. März gewählten Kommandanten Benedikt Kannheiser nun einen stellvertretenden Kommandanten. Dieses Amt übernimmt Manuel Ries.

Weitere Themen

Bürgermeister Michael Senger informierte die Gemeinderatsmitglieder, dass ein Gespräch zwischen Schulleitung und VHS-Außenstellenleiterin stattgefunden hat, bei dem es um die Nutzung der Schulräume außerhalb der Unterrichtszeiten ging. Die VHS Bamberg-Land darf künftig jeweils ab 16.00 Uhr und samstags ein Klassenzimmer, die Schulküche und den Werkraum nutzen. Auf Nachfrage der Marktgemeinderätinnen Mona Bahr und Stefanie Fischer bezüglich der Möglichkeit, die Schulturnhallen für den Breitensport zu öffnen, sagte Senger zu, dass die Öffnung unter Einhaltung eines Hygieneplanes nach Absprache mit dem Hausmeister und den Vereinen ermöglicht wird. Die neue Schulturnhalle soll jedoch bis auf Weiteres bestuhlt bleiben, da diese für die Gremiumssitzungen benötigt wird.

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